"007 First Light" will Bond modernisieren – doch bleibt der Sexismus?
Ladislaus Dowerg"007 First Light" will Bond modernisieren – doch bleibt der Sexismus?
Das kommende James-Bond-Spiel 007 First Light erscheint am 27. Mai
Entwickelt von IO Interactive, soll der Titel die ikonische Spionfigur modernisieren, dabei aber einige klassische Elemente bewahren. Doch bereits jetzt gibt es Bedenken, wie das Spiel mit Bonds historisch problematischem Verhalten gegenüber Frauen umgeht.
James Bond steht seit jeher für einen charmant-weltmännischen, aber oft frauenfeindlichen Umgang mit Frauen. Die Filmreihe hat dies gelegentlich selbst thematisiert – etwa in GoldenEye (1995), als M ihn als „sexistischen, frauenverachtenden Dinosaurier“ bezeichnet. Selbst in Casino Royale (2006) spielte Daniel Craigs Bond mit diesem Klischee, indem er Ursula Andress’ berühmte Strandszene aus James Bond – 007 jagt Dr. No nachstellte – ein Moment, der die veraltete Anziehungskraft der Figur unterstrich.
Der Story-Trailer zu 007 First Light deutet auf vertraute „Bond-Girl“-Dynamiken hin, inklusive doppelbödiger Wortgefechte. Doch Martin Emborg, der für Erzählung und Inszenierung zuständige Direktor, betont, dass der neue Bond die Werte des Jahres 2026 widerspiegeln werde. Er räumt ein, dass einige Spielerinnen und Spieler die Darstellung von Frauen kritisch sehen, verspricht aber, dass das Spiel kein „vollständiges Sean-Connery-Erlebnis“ bieten werde.
Kritiker wie Joshua Wolens von PC Gamer warnen vor beiläufigem Sexismus in einem Vollpreis-Spiel. Anders als in Filmen, wo solche Szenen oft kurz sind, könnte die längere Spieldauer problematische Verhaltensmuster verstärken, wenn sie nicht sensibel umgesetzt werden.
007 First Light erscheint am 27. Mai mit dem Versprechen, Bond für ein modernes Publikum zu aktualisieren. Die Entwickler haben die Kritik der Vergangenheit erkannt, müssen nun aber Tradition und zeitgemäße Erwartungen in Einklang bringen. Wie das Spiel mit seinen weiblichen Charakteren umgeht, dürfte nach dem Release ein zentrales Diskussionsthema sein.






