23 January 2026, 04:39

2.500 Kurden demonstrieren in Hagen für EU-Eingreifen in Syrien und Türkei

Eine große Gruppe von Menschen mit Fahnen und Transparenten vor einem Gebäude stehend, eine Person mit Mikrofon in der Mitte, ein Fahrzeug unten, ein Baum rechts und Pfosten und Lampen im Hintergrund, wahrscheinlich bei einer kurdischen Demonstration in Istanbul.

2.500 Kurden demonstrieren in Hagen für EU-Eingreifen in Syrien und Türkei

Am 22. Januar 2026 fand in der Hagener Innenstadt eine kurdische Kundgebung mit bis zu 2.500 Teilnehmenden statt. Die angemeldete und genehmigte Veranstaltung richtete einen dringenden Appell an die EU und europäische Regierungen, sich in die Konflikte mit der Türkei und dem IS-Regime in Syrien einzumischen.

Die unter dem Motto 'Dringender Appell an die EU-Kommission und europäische Regierungen: Stopp des großflächigen Krieges in Europa und des IS-Regimes in Syrien' stehende Demonstration verlief unter starkem Polizeiaufgebot. Beamte, darunter auch Einsatzhundertschaften, kontrollierten den Verkehr streng, was zu lokalen Behinderungen führte.

Gegen drei Teilnehmer wurden Strafanzeigen erstattet, nachdem sie verbotene Fahnen gezeigt hatten. Ein weiterer Demonstrant trug Handschuhe mit Quarzsand, die gegen Versammlungsrecht verstoßen. Vereinzelt kam es zu Vorfällen mit Pyrotechnik, größere Ausschreitungen blieben jedoch aus. Polizeidirektor Stefan Boese lobte später die gute Zusammenarbeit zwischen Veranstaltern und Behörden. Die Kundgebung endete gegen 19 Uhr friedlich, ohne weitere Zwischenfälle.

Die Ermittlungsbehörden leiteten ein strafrechtliches Verfahren wegen der Fahnenverstöße und verbotener Gegenstände ein. Trotz kleinerer Regelverstöße verlief die Demonstration ohne schwere Konflikte. Die Polizei bestätigte, dass umfangreiche Vorbereitungen maßgeblich zur Aufrechterhaltung der Ordnung beigetragen hätten.