73-Jährige stirbt in Bremen nach Kollision mit zwei Straßenbahnen
Eine 73-jährige Frau starb am Montagnachmittag in Bremen-Tenever, nachdem sie von zwei Straßenbahnen erfasst worden war. Der Unfall ereignete sich, als sie versuchte, die Gleise an der Sankt-Gotthard-Straße zu überqueren. Rettungskräfte stellten vor Ort ihren Tod fest.
Die Frau prallte zunächst gegen die Seite einer Straßenbahn und stürzte anschließend auf die Gleise. Kurze Zeit später erfasste sie eine zweite Bahn frontal, wodurch sie schwere Kopfverletzungen erlitt. Ein Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen.
Der Vorfall zog etwa 250 Schaulustige an, die das Gebiet belagerten und die Bergungsarbeiten behinderten. Die Polizei nahm Personalien einiger Zuschauer auf und beschlagnahmte ein Mobiltelefon. Nun prüfen die Behörden rechtliche Schritte gegen Personen, die Rettungseinsätze an Unfallorten behindern – mögliche Strafen reichen von Geldbußen bis zu zwei Jahren Haft.
Beide Straßenbahnfahrer befanden sich nach dem Unfall in einem Schockzustand. Die Sankt-Gotthard-Straße blieb bis etwa 17:45 Uhr komplett gesperrt, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in der Umgebung führte.
Die Ermittlungen zum Unfall dauern an; die Polizei prüft, ob Anklage gegen einige der Schaulustigen erhoben wird. Mittlerweile ist die Straße wieder freigegeben, doch der Vorfall wirft Fragen zum Verhalten der Öffentlichkeit bei Notfalleinsätzen auf. Die Behörden wiesen die Bevölkerung darauf hin, dass die Behinderung von Rettungsarbeiten schwerwiegende rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.






