20 April 2026, 04:18

Abseitsfehler im DFB-Pokal entfacht Debatte um früheren VAR-Einsatz

Buchumschlag mit einem Mann in einem Fußballtrikot, der entschlossen einen Fußball tritt, betitelt mit "Värvall Fußball-Programm".

Abseitsfehler im DFB-Pokal entfacht Debatte um früheren VAR-Einsatz

Ein umstrittener Abseitsfehler im DFB-Pokal hat die Forderungen nach einem früheren Einsatz des Videobeweises (VAR) im Wettbewerb neu entfacht. Der Patzer ereignete sich in der Saison 2022/23 während des Duells zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Bayern München, als Leroy Sanés Ausgleichstor trotz klarer Abseitsposition gegeben wurde. Nun diskutieren Funktionäre und Vereinsvertreter, ob die Videoüberprüfung bereits vor dem aktuellen Viertelfinale eingeführt werden soll.

Die Kontroverse begann, als Schiedsrichter Tobias Welz Sanés Abseitsstellung vor dem Tor der Bayern nicht erkannte. Dieser Fehler unterstrich die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Schiedsrichtergenauigkeit in den frühen Runden des Turniers. Der VAR wurde im DFB-Pokal erst ab dem Viertelfinale der Saison 2019/20 eingeführt, sodass Spiele in den vorherigen Runden ohne Videounterstützung ausgetragen werden.

Bayern-Chef Max Eberl setzt sich seitdem dafür ein, den VAR zumindest ab der zweiten Runde einzuführen. Der ehemalige Schiedsrichter Jochen Drees, heute Innovationsleiter bei der DFB Schiri GmbH, hält dies für machbar. Das Hauptproblem bleibt jedoch die Finanzierung.

In der Bundesliga und 2. Bundesliga kostet der VAR pro Saison rund 11 Millionen Euro, zusätzlich fallen etwa eine Million Euro für Personal an. Auf 612 Spiele umgelegt, entspricht das fast 20.000 Euro pro Partie. Bei den Top-Klubs werden diese Ausgaben durch TV-Einnahmen gedeckt, doch Vereine aus unteren Ligen erhalten deutlich weniger finanzielle Unterstützung.

Ein weiterer kürzlich aufgetretener VAR-Fehler ereignete sich beim 1:1 von Eintracht Frankfurt in Heidenheim, wo ein möglicher Siegtreffer fälschlicherweise aberkannt wurde. Der Vorfall verstärkte die Frustration über die uneinheitliche Spielleitung im Wettbewerb. Ohne zusätzliche Mittel fehlt kleineren Vereinen die technische Ausstattung für eine frühere VAR-Einführung.

Die Debatte dreht sich nun um die Abwägung zwischen Fairness und Kosten. Ein Ausbau des VAR auf frühere Runden würde Fehler reduzieren, erfordert jedoch erhebliche Investitionen. Die DFB muss nun entscheiden, ob sie die Änderung finanziert oder am bisherigen System festhält.

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