Amprion beantragt Zugang zu Privatgrund für neue 380-kV-Stromtrasse
Ladislaus DowergAmprion beantragt Zugang zu Privatgrund für neue 380-kV-Stromtrasse
Die Amprion GmbH hat die rechtliche Genehmigung beantragt, privates Gelände für vorbereitende Arbeiten an der neuen 380-kV-Hochspannungsfreileitung Westerkappeln–Gersteinwerk zu erhalten. Der Schritt folgt auf jahrelange Planungen, darunter eine Trassenanpassung im Jahr 2025, um dicht besiedelte Gebiete in der Nähe von Dortmund zu umgehen. Grundstückseigentümer werden in Kürze offizielle Bekanntmachungen erhalten, da das Verfahren voranschreitet.
Die genaue Trassenführung wurde zunächst von der Bezirksregierung Münster im Jahr 2025 nach Prüfung der räumlichen Auswirkungen bestätigt. Noch im selben Jahr legte die Bundesnetzagentur den Verlauf im Dezember endgültig fest und verlagerte ihn etwa 500 Meter nach Osten. Diese Änderung erfolgte nach Abstimmungen mit dem Regionalverband Ruhr, um eine bessere Anbindung an lokale Grünflächen zu gewährleisten und die Beeinträchtigungen im Ruhrgebiet zu verringern.
Als nächster Schritt stehen durch Amprion Geländebegehungen, Habitatuntersuchungen und Dokumentationen auf rund 3.000 Grundstücken in sieben Kommunen an. Diese vorbereitenden Maßnahmen sind gemäß dem Bundesbedarfsplangesetz erforderlich, bevor mit dem Bau begonnen werden kann. Die Zutrittsanordnungen, die den Zugang ohne individuelle Zustimmung ermöglichen, werden im Amtsblatt der Bezirksregierung Münster am 6. Februar 2025 veröffentlicht und treten am 2. März 2026 in Kraft.
Eine Online-Informationsveranstaltung zu den Zutrittsanordnungen findet am 9. Februar 2026 von 16:00 bis 17:00 Uhr statt und wird von der Bezirksregierung ausgerichtet. Die endgültige Trassenführung und die vollständige Genehmigung des Projekts werden jedoch erst im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens 2027 entschieden.
Die Zutrittsanordnungen markieren eine wichtige Phase in der Entwicklung der Stromtrasse und ermöglichen notwendige Vorarbeiten vor Baubeginn. Nach der endgültigen Genehmigung im Jahr 2027 wird die Leitung Westerkappeln mit Gersteinwerk verbinden, wobei die Trasse nun so angepasst wurde, dass lokale Auswirkungen minimiert werden. Betroffene Grundstückseigentümer können die Details im Amtsblatt einsehen oder an der anstehenden Online-Veranstaltung teilnehmen, um weitere Informationen zu erhalten.






