Antimilitaristische Proteste eskalieren in Köln und Bonn mit Besetzungen und Festnahmen
Ehrentraud ZirmeAntimilitaristische Proteste eskalieren in Köln und Bonn mit Besetzungen und Festnahmen
Proteste im Rahmen antimilitaristischer Kundgebungen sorgen in Köln und Bonn für Chaos
In Köln und Bonn haben Proteste im Zusammenhang mit antimilitaristischen Demonstrationen den Geschäftsbetrieb und politische Einrichtungen gestört. Am 29. August räumte die Polizei eine Besetzung in den örtlichen SPD-Parteibüros in der Innenstadt. Die Unruhen folgen auf eine Woche ähnlicher Aktionen, die sich gegen industrielle und politische Standorte richteten.
Rund 20 Personen drangen gewaltsam in die SPD-Geschäftsstelle an der Magnusstraße ein und weigerten sich zu gehen. Die Behörden erstatteten Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs. Drei Demonstranten leisteten bei der Räumung Widerstand und wurden vorläufig festgenommen, bevor sie wieder auf freien Fuß gesetzt wurden.
Zuvor hatten mehr als 200 größtenteils vermummte Aktivisten den Eingang der Deutz AG an der Dillenburger Straße im Stadtteil Kalk blockiert. Die Polizei löste die Versammlung auf, nachdem die Demonstranten sich weigerten, die Versammlungsgesetze einzuhalten und ihre Vermummung abzulegen.
In Bonn-Beuel meldete die Rheinmetall AG eine Ansammlung von 30 bis 40 teilweise vermummten Personen vor ihrer Niederlassung an der Pützchens Chaussee. Nun laufen Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen das Versammlungsrecht.
Die Proteste führten bereits zu Festnahmen, Strafanzeigen und laufenden Ermittlungen. Die Polizei beobachtet die Lage weiterhin, da die Demonstrationen in der Region anhalten. Unternehmen und politische Einrichtungen bleiben in Alarmbereitschaft für weitere Störungen.
