Armin Laschet übernimmt Führung des Karlspreis-Kuratoriums von Jürgen Linden
Eva-Maria TrübArmin Laschet übernimmt Führung des Karlspreis-Kuratoriums von Jürgen Linden
Im Kuratorium des Karlspreises steht ein Führungswechsel bevor: Armin Laschet bereitet sich darauf vor, die Nachfolge von Jürgen Linden anzutreten. Linden, der die Organisation seit 2010 geleitet hat, wird im nächsten Jahr mit 79 Jahren zurücktreten. Laschets Ernennung gilt als unumstritten und wird voraussichtlich ohne Widerstand vollzogen.
Jürgen Linden hat den Karlspreis in den vergangenen 14 Jahren maßgeblich geprägt. Sein Engagement galt vor allem der Steigerung der Bekanntheit und der größeren Öffentlichkeitswirksamkeit der Auszeichnung. Unter seiner Führung entwickelte sich der Preis von einer jährlichen Ehrung zu einem ganzjährigen Programm mit Diskussionsrunden, Foren und kulturellen Veranstaltungen.
Linden initiierte zudem den Jugend-Karlspreis, um jüngere Generationen in den europäischen Dialog einzubinden. Sein Stellvertreter, Marcus Grotian, verließ das Kuratorium 2022 – ein Zeichen für den Wandel in der Führungsstruktur der Organisation. Armin Laschet bringt langjährige Erfahrung in die Position ein: Er war von 2000 bis 2020 Mitglied des Kuratoriums und kehrte 2022 zurück. Seine enge Verbindung zum Preis macht ihn zum naheliegenden Nachfolger Lindens.
Mit dem Wechsel übernimmt Laschet eine Institution, die längst über ihren ursprünglichen Rahmen hinausgewachsen ist. Der Karlspreis hat sich zu einer kontinuierlichen Plattform für europäische Debatten und gesellschaftliches Engagement entwickelt. Der Führungswechsel folgt auf Jahre der Expansion unter Lindens Leitung.