Auszubildende verdienen 2025 bis zu 1.329 Euro – doch einige bleiben unter 1.000 Euro
Swantje Weinhage"Zweiter Rekordanstieg in Folge": Ausbildungslöhne steigen deutlich - Auszubildende verdienen 2025 bis zu 1.329 Euro – doch einige bleiben unter 1.000 Euro
Auszubildendengehälter in Deutschland steigen 2025 kräftig – Durchschnittsverdienst liegt nun bei 1.209 Euro
Die Bezahlung von Auszubildenden in Deutschland ist 2025 deutlich gestiegen: Im Schnitt verdienen sie nun 1.209 Euro pro Monat. Die Erhöhung folgt auf einen Anstieg um 6,7 Prozent durch Tarifverträge. Besonders gut verdienen Azubis im öffentlichen Dienst, während einige Berufsausbildungen weiterhin unter 1.000 Euro monatlich bleiben.
Der öffentliche Dienst verzeichnete in diesem Jahr den stärksten Lohnzuwachs – die Ausbildungsvergütungen stiegen um 7,7 Prozent, sodass Azubis dort nun durchschnittlich 1.329 Euro erhalten, die höchste Summe aller Branchen. Knapp dahinter folgen Industrie und Handel mit einem Plus von 7,2 Prozent, wo Auszubildende nun 1.266 Euro verdienen.
In den hauswirtschaftlichen Berufen liegt das monatliche Gehalt bei 1.295 Euro, während Azubis im Handwerk mit 1.093 Euro am schlechtesten bezahlt werden. Die Unterschiede zwischen den Branchen bleiben spürbar, regionale Differenzen sind dagegen gering: Zwischen den Bundesländern beträgt die Gehaltsspanne nur etwa 40 Euro.
Spitzenreiter ist Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichen Azubigehalt von 1.257 Euro. Dennoch hinken einige Ausbildungsgänge deutlich hinterher: 15 Berufsausbildungen zahlen weniger als 1.000 Euro, wobei angehende Friseure mit nur 727 Euro am unteren Ende der Skala liegen.
Insgesamt spiegelt der Anstieg der Ausbildungsvergütungen einen Zuwachs von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr wider – das entspricht 76 Euro mehr im Monat. Während Azubis im öffentlichen Dienst am stärksten profitieren, verdienen andere weiterhin deutlich weniger. Die Zahlen zeigen: Es gibt Fortschritte, aber auch anhaltende Ungleichheiten bei der Bezahlung in der Berufsausbildung.