BaFin prüft Gerresheimer: Bilanzskandal droht nach fragwürdigen Buchhaltungspraktiken
Eva-Maria TrübGerresheimer: Bafin kündigt weitere Bilanzprüfungen an - BaFin prüft Gerresheimer: Bilanzskandal droht nach fragwürdigen Buchhaltungspraktiken
Gerresheimer unter intensiver BaFin-Überprüfung: Bilanzierungsmethoden im Fokus
Die Finanzmarktaufsicht hat eine erweiterte Untersuchung der Buchhaltungspraktiken des Unternehmens eingeleitet. Dies folgt auf frühere Bedenken, wie der Konzern Erlöse aus bestimmten Verträgen verbucht hat.
Bereits zuvor hatte die BaFin Kritik an der Handhabung von "Bill-and-Hold"-Verträgen geübt. Bei solchen Vereinbarungen werden Waren vor der Auslieferung in Rechnung gestellt – oft aus logistischen Gründen. Die Aufseher warfen dem Unternehmen vor, die strengen Regeln zur Umsatzrealisierung nicht eingehalten zu haben, die eine zu frühe Verbuchung von Erträgen verhindern sollen.
Die neue Prüfung erstreckt sich über einen Zeitraum von sechs Monaten, vom 1. Dezember 2024 bis zum 31. Mai 2025. Die BaFin weitet ihre bestehende Überprüfung aus und leitet eine zusätzliche Untersuchung zu denselben Buchhaltungspraktiken ein. Auslöser sind Auffälligkeiten, die bei der Prüfung des Geschäftsberichts 2023/24 erstmals aufgefallen waren.
Die Nachricht von der ausgedehnten Ermittlung belastete den Aktienkurs des Unternehmens. Anleger reagierten prompt – im außerbörslichen Handel brach die Aktie deutlich ein.
Die Untersuchung bedeutet für Gerresheimer eine intensivere Kontrolle seiner Finanzberichterstattung. Im Fokus der BaFin bleibt die Frage, ob die Umsätze konform mit den Bilanzierungsvorschriften erfasst wurden. Das Ergebnis könnte weitere Folgen für die Aktienperformance und die regulatorische Position des Unternehmens haben.






