Batteriezellenproduktion - 170 Millionen Euro für Transformationsprojekte in Kohleregionen im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK
Ladislaus DowergBatteriezellenproduktion - 170 Millionen Euro für Transformationsprojekte in Kohleregionen im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK
Batteriezellenproduktion – 170 Millionen Euro für Transformationsprojekte in Kohleregionen im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK
170 Millionen Euro für die Umwandlung ehemaliger Kohlereviere in Standorte für Batterie- und Energietechnik
20. Dezember 2025, 15:12 Uhr
Sieben große Industrieprojekte sollen aus Deutschlands ehemaligen Kohleregionen Zentren für Batterie- und Energietechnologie machen. Die Bundesregierung fördert diese Vorhaben im Rahmen des Programms STARK mit rund 170 Millionen Euro. Ziel ist es, Arbeitsplätze zu schaffen, die regionale Wirtschaft zu stärken und die Position Deutschlands in der grünen Energieproduktion auszubauen.
Die Projekte verteilen sich auf zentrale Bergbaustandorte, darunter die Lausitz, das mitteldeutsche Braunkohlerevier und das Rheinland. In der Lausitz entsteht im Industriepark Schwarze Pumpe in Spreetal eine Fabrik der Altech Batteries GmbH, die stationäre Energiespeichersysteme auf Basis von Natriumchlorid herstellen wird. Im rheinischen Revier baut das Unternehmen Cylib am Chemiepark Dormagen eine Batterierecyclinganlage auf. Ein drittes Vorhaben unter Leitung von AMG sieht den Bau einer Mehrproduktionsanlage für batterietaugliche Lithiumsalze im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen in der mitteldeutschen Bergbauregion vor.
Die übrigen vier Projekte verteilen sich auf weitere Kohleregionen, darunter Südwestdeutschland, Teile von Nordrhein-Westfalen und Bayern. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWK) hat bereits die erste Runde der STARK-geförderten Vorhaben genehmigt; Details sind auf der Website des Ministeriums einsehbar. Durch die Förderung sollen insgesamt private und öffentliche Investitionen in Höhe von etwa 600 Millionen Euro mobilisiert werden.
Politische Vertreter begrüßen die Initiative. Ministerpräsident Hendrik Wüst (Nordrhein-Westfalen) unterstützt die Pläne der Bundesregierung, die Fördermittel für Transformationstechnologien im kommenden Jahr auszuweiten. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff dankte für die Unterstützung im Rahmen von STARK. Niedersachsens Regierungschef Olaf Lies bezeichnete die Richtlinie als entscheidend für klimaneutrale Produktion und zukünftiges Wirtschaftswachstum.
Das STARK-Programm wird voraussichtlich 600 neue, nachhaltige Industriearbeitsplätze in den Regionen schaffen. Durch den Fokus auf Batterieproduktion, Recycling und Energiespeicherung sollen die Projekte langfristige wirtschaftliche Stabilität in Gebieten sichern, die einst vom Kohleabbau abhängig waren. Die kombinierten Investitionen markieren einen wichtigen Schritt zur Modernisierung der deutschen Industrie – und zur Erreichung der Klimaziele.