Bayer-Cheflobbyist warnt: Europas Landwirtschaft droht der Kollaps ohne Genome Editing
Ehrentraud ZirmeTopmanager fürchtet wirtschaftlichen Graben zum USA - Bayer-Cheflobbyist warnt: Europas Landwirtschaft droht der Kollaps ohne Genome Editing
Die Debatte über genomeditierte Lebensmittel in Europa hat nach Jahren hitziger Diskussionen eine praktischere Wendung genommen. Matthias Berninger, der Chef-Lobbyist von Bayer Aktie, warnt nun vor den Folgen für die europäische Landwirtschaft. Ohne den Einsatz neuer Biotech-Methoden drohe dem Kontinent ein drastischer Rückgang der Nahrungsmittelproduktion – mit Auswirkungen bis nach Afrika.
Berninger sieht in der zögerlichen Zulassung von Genome-Editing-Techniken in Europa ein großes Risiko. Strenge Vorschriften könnten die Fähigkeit der Region untergraben, den Weizenanbau an den Klimawandel anzupassen. Ohne diese Werkzeuge, so seine Argumentation, seien langfristige Ernteverluste unvermeidbar.
Noch bedrohlicher als die Spannungen mit China bewertet er den möglichen Zusammenbruch der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen. Ein gespaltenes Europa und die USA würden ihre gemeinsame globale Einflusskraft schwächen, warnt Berninger. Um dem entgegenzuwirken, fordert er Europa auf, seine wirtschaftliche Stärke gezielter einzusetzen – durch höhere Verteidigungsausgaben, strategische Partnerschaften und strengere Marktregulierung. Bayer, ein führender Akteur im Agrarchemie-Sektor, zeigt sich zuversichtlich, seine Glyphosat-Altlasten bis Jahresende zu reduzieren. Doch Berninger betont: Europa müsse schnell handeln. Wer Agrartechnologie-Innovationen verschlafe, riskiere Rückstände bei der Ernährungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit.
Europa steht vor einer Entscheidung: sich an neue Agrartechnologien anzupassen oder im globalen Nahrungsmittelwettbewerb zurückzufallen. Berningers Warnungen verweisen auf tiefgreifende wirtschaftliche und geopolitische Herausforderungen, falls der Kontinent untätig bleibt. Die Weichenstellung wird nicht nur die landwirtschaftliche Zukunft Europas prägen, sondern auch seine globale Position.