21 February 2026, 12:43

Betrügerische Anrufe als falsche Polizisten: 26-Jähriger muss sich in Münster verantworten

Ein altmodisches Münztelefon steht auf einer Glasfenster.

Betrügerische Anrufe als falsche Polizisten: 26-Jähriger muss sich in Münster verantworten

In Münster muss sich ein 26-jähriger Mann wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an einem organisierten Betrugsring vor Gericht verantworten. Die Masche zielte auf ältere Bürger ab, die unter falschen Vorwänden dazu gebracht wurden, Bargeld und Schmuck herauszugeben. Nach Angaben der Ermittler beläuft sich der Schaden aus sechs bestätigten Fällen auf insgesamt 162.000 Euro.

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Der Angeklagte soll in der Türkei Wohnungen angemietet haben, von denen aus die betrügerischen Anrufe bei den Opfern getätigt wurden. Die Räumlichkeiten dienten zugleich als Übergabepunkte für die gestohlenen Wertgegenstände. Die Täter gaben sich als Polizisten aus und warnten die Senioren vor angeblichen Einbruchsgefahren in ihren Wohnungen. Unter diesem Vorwand überredeten sie die Geschädigten, ihre Wertsachen zur vermeintlichen sicheren Verwahrung zu überlassen.

Zwei ältere Menschen – einer aus Beckum, ein weiterer aus Sendenhorst – fielen auf die Betrugsmasche herein. Die Ermittler deckten später weitere Fälle in Ostwestfalen auf, doch die genaue Zahl zusätzlicher Opfer ist noch unklar. Der Angeklagte hat signalisiert, mit dem Gericht zu kooperieren und eine Aussage zu machen.

Für März sind vier Verhandlungstermine angesetzt, in denen seine Aussage sowie Zeugenaussagen geprüft werden sollen. Bei einer Verurteilung droht ihm eine mehrjährige Haftstrafe.

Im Mittelpunkt des Prozesses stehen sechs Betrugsfälle mit einem Gesamtschaden von 162.000 Euro. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, die logistische Infrastruktur für den Betrug organisiert zu haben – etwa durch die Einrichtung von Callcentern und die Entgegennahme gestohlener Gegenstände. Das Urteil wird entscheiden, ob er für seine Rolle in dem kriminellen Netzwerk eine lange Gefängnisstrafe antreten muss.