BOB Campus Düsseldorf: Aus Fabrikbrache wird lebendiges Stadtviertel
Ladislaus DowergBOB Campus Düsseldorf: Aus Fabrikbrache wird lebendiges Stadtviertel
Aus einer ehemaligen Textilfabrik-Brache in Düsseldorf ist der BOB Campus entstanden – ein lebendiges urbanes Zentrum. Das von der gemeinnützigen Urbane Nachbarschaft BOB gGmbH getragene Projekt vereint 25 neu gebaute oder sanierte Gebäude mit Außenflächen, die gezielt die Gemeinschaft fördern sollen. Im Februar 2026 wird die offizielle Würdigung des Geländes mit einer festlichen Preisverleihung gefeiert.
Der Campus entstand auf dem Areal einer verfallenen Fabrik aus den 1970er-Jahren, die durch marode Bausubstanz und schlechte Beleuchtung geprägt war. Die Kölner Architekten von raumwerk.architekten Hübert und Klußmann nahmen sich der Herausforderung an und meisterten dabei einen Höhenunterschied von 20 Metern auf dem Gelände. Das Berliner Landschaftsarchitekturbüro atelier le balto gestaltete die Freiflächen so, dass sie harmonisch mit den Gebäuden verschmelzen.
Entstanden ist ein vielseitig nutzbarer Ort mit Bildungseinrichtungen, betreutem Wohnen, Arbeitsräumen und einem großen Quartierspark. Von Anfang an wurden Anwohner:innen und lokale Initiativen in Planung und Betrieb einbezogen – das schafft Identifikation und Vielfalt. Der gemeinnützige Ansatz sichert die Nachhaltigkeit des Campus und stellt die Bedürfnisse der Gemeinschaft in den Mittelpunkt.
Eigentümerin des Projekts ist die Montag Stiftung Urbane Räume. Hier wird industrielles Erbe neu interpretiert und gleichzeitig ein inklusiver Begegnungsort für alle Altersgruppen und Hintergründe geschaffen. Die Preisverleihung am 9. Februar 2026 im Düsseldorfer Kunstmuseum K21 würdigt die Fertigstellung und die Auswirkungen auf den Stadtteil.
Der BOB Campus bietet heute eine Mischung aus Lern-, Wohn- und Freizeiträumen in einem einst vernachlässigten Viertel. Durch sein Design und den partizipativen Ansatz stärkt er den sozialen Zusammenhalt und den kulturellen Austausch. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie städtische Aufwertung sowohl den Menschen als auch der Umwelt dienen kann.






