31 January 2026, 20:37

Brandenburg feiert den Start der Karnevalssaison 2026 mit lokalen Traditionen

Eine große Menschenmenge marschiert vor dem Brandenburger Tor in Berlin, Deutschland, vorbei, viele tragen Mützen und Taschen, Schilder links, im Hintergrund Bäume, Zelte, Luftballons, ein Bogen und ein bewölkter Himmel.

Rathäuser gestürmt - Fasching in Brandenburg beginnt - Brandenburg feiert den Start der Karnevalssaison 2026 mit lokalen Traditionen

Brandenburg hat mit Feiern in der gesamten Region die Karnevalssaison 2026 eröffnet. Die lokalen Bräuche, die zwar kleiner ausfallen als im Rheinland oder in Bayern, wurden nun für die Anerkennung als immaterielles Kulturerbe vorgeschlagen. Die Veranstaltungen unterstreichen den Gemeinschaftsgeist und verbinden langjährige Traditionen mit moderner Festkultur.

Der offizielle Start des Karnevals wurde in mehreren Städten mit symbolischen Zeremonien begangen. In Potsdam übergab Oberbürgermeisterin Noosha Aubel den Schlüssel zum Rathaus an die Jecken – allerdings fand die Veranstaltung im Babelsberger Rathaus statt, da das Potsdamer Hauptgebäude derzeit saniert wird. Rund 150 Menschen versammelten sich, um gemeinsam zu feiern.

In Cottbus folgte Oberbürgermeister Tobias Schick der Tradition und überreichte dem Karnevalsprinzenpaar die Schlüssel zum Rathaus. Die Zeremonien spiegelten den typisch brandenburgischen Karneval wider: überschaubarer im Umfang, aber mit großer lokaler Beteiligung.

An den Feierlichkeiten beteiligten sich Karnevalsvereine wie der Lindenpark-Karnevalsclub, der Potsdamer Karnevalsclub und das "Narrenschiff". Fred Witschel, Präsident des Berliner-Brandenburgischen Karnevalsverbands, betonte die Bedeutung dieser Veranstaltungen, um Freude und Leichtigkeit in die Gemeinden zu bringen. Zwar fehlen in Brandenburg markante regionale Eigenheiten wie der "Alaaf"-Ruf oder prunkvolle Umzüge, doch bleibt der Karneval eine Zeit für lokale Treffen – besonders für Kinderfeste in Städten wie Storkow (Mark).

Die Bewerbung der brandenburgischen Karnevalstraditionen um den Status als Kulturerbe unterstreicht ihre Rolle für die regionale Identität. Historisch weniger prägend als in anderen Teilen Deutschlands, fördern die Feiern weiterhin Integration und Nachhaltigkeit. Die Saison geht nun mit Vereinen und Gemeinden als treibende Kraft weiter.