13 March 2026, 18:21

Bundeswehr testet in Mönchengladbach realistische Verteidigungsszenarien auf altem Nato-Gelände

Deutsche Soldaten im Zweiten Weltkrieg in Deutschland stehen auf einer Straße neben einem Gebäude, tragen Helme und halten hölzerne Gegenstände, mit Eimern auf dem Boden und Gebäuden, Bäumen, Polen und Drähten im Hintergrund unter einem klaren Himmel.

Bundeswehr testet in Mönchengladbach realistische Verteidigungsszenarien auf altem Nato-Gelände

Bundeswehr startet Großübung in Mönchengladbach

Dieser Freitag markiert den Beginn einer groß angelegten Übung der Bundeswehr in Mönchengladbach. Die eine Woche dauernde Ausbildung findet auf dem Gelände des ehemaligen Joint Headquarters (JHQ) Rheindahlen statt, das seit 2013 verlassen ist. Wie offizielle Stellen mitteilen, sollen dabei Kommunikations- und Verteidigungsabläufe unter realistischen Bedingungen getestet werden.

An der Übung beteiligen sich rund 80 Soldaten, 25 Militärfahrzeuge und acht Drohnen. Scharfe Munition kommt nicht zum Einsatz – es werden lediglich Platzpatronen verwendet –, dennoch müssen Anwohner mit lauten Geräuschen rechnen. Die Behörden versichern jedoch, dass von der Übung keine Gefahr für die Bevölkerung ausgehe.

Das ehemalige JHQ Rheindahlen erstreckt sich über 471 Hektar – eine Fläche, die etwa 660 Fußballfeldern entspricht. Einst beherbergte das Gelände 1.400 Wohneinheiten und 980 Kasernengebäude. Die heute verlassene städtische Infrastruktur bietet nun ideale Voraussetzungen für realitätsnahe Übungsszenarien. Zwar nutzten bereits Polizei und Katastrophenschutzteams die Anlage für Trainingszwecke, doch seit der Schließung 2013 fanden dort weder militärische noch zivile Großübungen statt.

Ziel der Übung ist es, die operationsfähige Kommunikation in nationalen und Bündnisverteidigungs-Szenarien zu bewerten. Umfang und Umgebung ermöglichen es den Truppen, komplexe Einsätze in einer kontrollierten Umgebung zu simulieren.

Die Übung stellt die erste militärische Aktivität auf dem ehemaligen JHQ-Gelände seit über einem Jahrzehnt dar. Sie läuft eine Woche unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Die Bundeswehr hat die lokale Bevölkerung versichert, dass alle Beeinträchtigungen nur vorübergehend und ungefährlich sein werden.

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