30 March 2026, 06:20

CDU Solingen fordert schärfere Mobbing-Prävention an Schulen und Kitas

Gruppe von Kindern auf einem Basketballfeld mit Papiertüten in den Händen, mit Gegenständen auf dem Boden und einer Tafel mit Text links daneben, vor einer Hintergrundkulisse aus Zäunen, Pfosten, Straßenlaternen, Bäumen, Gebäuden, Hügeln und Himmel.

CDU Solingen fordert schärfere Mobbing-Prävention an Schulen und Kitas

Die Solinger CDU drängt auf eine gründlichere Untersuchung der Präventionsmaßnahmen gegen Mobbing an Schulen und Kitas in der Stadt. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund nationaler Studien, die eine zunehmende Besorgnis über Belästigungen – sowohl im persönlichen Umfeld als auch im Internet – unter Kindern zeigen. Die Parteimitglieder fordern nun klarere Daten dazu, wie verbreitet das Problem in Solingen tatsächlich ist.

In einer aktuellen Anfrage konzentriert sich die CDU darauf, wie die Stadt Mobbing derzeit bekämpft. Gefragt wird nach Details zu bestehenden Präventionsprogrammen in Schulen und Kindertageseinrichtungen sowie nach den Kriterien, mit denen deren Erfolg gemessen wird. Auch die personelle Ausstattung der Anti-Mobbing-Beratung steht auf dem Prüfstand.

Der Schritt folgt auf alarmierende bundesweite Zahlen. Eine Studie der Techniker Krankenkasse ergab, dass jedes sechste Schulkind in Deutschland bereits Mobbing erlebt hat. Laut PISA 2022 berichten 21 Prozent der 15-Jährigen, mindestens mehrmals im Monat gemobbt zu werden. Weltweit schätzt UNICEF, dass ein Drittel der Jugendlichen von Cybermobbing betroffen ist – in Deutschland sind es 16,7 Prozent.

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Falls die Quote in Solingen dem Bundesdurchschnitt entspricht, könnten rund 2.800 Schülerinnen und Schüler betroffen sein. Die CDU-Anfrage verweist zudem auf die Zunahme digitaler Konflikte, insbesondere in Klassenchatgruppen. Zwei zentrale Ausschüsse werden sich in den kommenden Wochen mit der Thematik befassen.

Ziel des CDU-Vorstoßes ist es, mehr Transparenz über die Anti-Mobbing-Bemühungen in Solingen zu schaffen. Ohne lokale Statistiken bleibt unklar, wie effektiv die Stadt auf das Problem reagiert. Die anstehenden Diskussionen sollen zeigen, ob die bisherigen Maßnahmen ausreichen – oder ob entschlossenere Schritte nötig sind.

Quelle