26 January 2026, 12:46

Christian Keller bricht sein Schweigen über den bitteren Abschied beim 1. FC Köln

Ein Schwarz-Weiß-Foto von Carl Reinecke, dem Direktor des Königlichen Musikalischen Konservatoriums Leipzig, der einen Anzug trägt, mit Text unten auf dem Bild.

Christian Keller bricht sein Schweigen über den bitteren Abschied beim 1. FC Köln

Christian Keller hat sich offen über seinen Abschied vom 1. FC Köln geäußert, wo er bis zu seiner Entlassung in der Saison 2023/24 als Sportdirektor tätig war. Der Verein trennte sich kurz vor dem Aufstieg von ihm – nach einem 1:1 gegen Jahn Regensburg. Keller blickt mit gemischten Gefühlen darauf zurück, wie er den späteren Erfolg des Teams aus der Distanz mitverfolgen musste.

Sowohl Keller als auch Cheftrainer Gerhard Struber wurden nach dem Remis entlassen, woraufhin Friedhelm Funkel als Interimstrainer einsprang. Trotz des Rückschlags ist Keller überzeugt, dass Köln unter Strubers Führung den Aufstieg geschafft hätte. Er hinterfragte die Entscheidungsprozesse des Vereins, insbesondere den Druck, den der 'Gemeinsame Ausschuss' bei der Trainerfrage ausübte.

Kritik übte er auch an Forderungen, dem Spieler Said El Mala einen festen Stammplatz zu garantieren – solche Erwartungen nannte er unrealistisch. Obwohl Keller dem Verein keinen Groll entgegenbringt, gab er zu, dass es schmerzhaft war, die Aufstiegsfeiern nach seinem Abgang im Fernsehen zu verfolgen. Seit seinem Ausscheiden lotet er neue Möglichkeiten aus, darunter potenzielle Geschäftsführerpositionen außerhalb des Fußballs. Einen Rückkehr in den Sport schließt er nicht aus, doch bisher habe sich keine passende Stelle ergeben. Aktuell zieht er die Selbstständigkeit als nächsten Schritt in Betracht.

Kellers Abgang markierte einen Wendepunkt für den FC Köln, der ohne ihn den Aufstieg perfekt machte. Seine Äußerungen werfen weiterhin Fragen über die internen Abläufe des Vereins auf. Gleichzeitig bleibt er offen für künftige Aufgaben – ob im Fußball oder darüber hinaus.