20 March 2026, 18:19

Christian Ulmen steht nach schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau in der Kritik

Schwarze und weiße Zeitschriftumschlag mit der Aufschrift 'Humoristische Liste', der einen Mann in einem Anzug mit ernster Miene und eine Frau mit einem leichten Grinsen zeigt, die wegsieht.

Christian Ulmen steht nach schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau in der Kritik

Schauspieler und Komiker Christian Ulmen sieht sich schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau Collien Fernandes ausgesetzt. Sie wirft ihm vor, in ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt, explizite Inhalte verbreitet und unter ihrer Identität Telefongespräche mit sexuellem Inhalt geführt zu haben. Fernandes bezeichnete die Erlebnisse als "virtuelle Vergewaltigung" und sprach öffentlich über die erlittenen Misshandlungen.

Die Vorwürfe lenken die Aufmerksamkeit erneut auf Ulmens frühere TV-Rollen, in denen er häufig frauenfeindliche Charaktere verkörperte. Bisher gab es weder rechtliche noch berufliche Konsequenzen, obwohl die Ermittlungen in Spanien noch andauern.

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Bekannt wurde Ulmen in den mittleren 2000er-Jahren durch seine Rolle in der ProSieben-Sendung Mein neuer Freund. Woche für Woche spielte er einen anderen schrecklichen Freund, der Frauen an ihre Grenzen trieb. Teilnehmerinnen, die sein Verhalten bis zum Ende ertrugen, erhielten eine Geldprämie, andere brachen die Show ab.

Eine weitere umstrittene Sendung, Wer will meine Freundin vögeln?, zeigte Ulmen, wie er Männer dazu einlud, in einem Wettbewerb zu ermitteln, wer die "heißeste" Freundin habe. Die Aufgaben waren oft derb und erniedrigend. Seine berüchtigtste Figur, der adlige Alexander von Eich, kommandierte seine Freundin mit einem Stock herum und rief ihr "Franziskarrrrr!" zu.

Fernandes, die von 2010 bis 2016 mit Ulmen verheiratet war, hat nun ihre eigenen Erfahrungen geschildert. Sie behauptet, er habe sie online imitiert, pornografisches Material unter ihrem Namen verbreitet und ohne ihre Zustimmung Telefongespräche mit sexuellem Inhalt geführt. Ihre Schilderungen haben eine Debatte über Missbrauch ausgelöst, wobei Fernandes die Worte der Überlebenden Gisèle Pelicot aufgriff: "Die Scham muss die Seite wechseln."

Die Vorwürfe wirken besonders brisant vor dem Hintergrund von Ulmens Vergangenheit, in der er wiederholt gewalttätige Charaktere spielte. Kritiker argumentieren, dass seine einst als Satire geltenden Rollen nun beunruhigend nah an den realen Anschuldigungen erscheinen. Trotz der schweren Vorwürfe sind bisher keine weiteren rechtlichen Schritte oder öffentliche Konsequenzen bekannt. Die spanischen Behörden führen die Ermittlungen fort; Ulmen gilt weiterhin als unschuldig, bis das Gegenteil bewiesen ist.

Fernandes' Aussagen tragen zu einer wachsenden Diskussion über die Überschreitung von Grenzen durch Männer bei. Der Fall wird weiterhin untersucht, doch es gab bisher weder formelle Anklagen noch berufliche Konsequenzen. Ulmens frühe Auftritte, einst als Satire verstanden, werden angesichts der ernsten Anschuldigungen gegen ihn nun neu bewertet.

Quelle