11 January 2026, 08:43

Corny Littmann feiert 50 Jahre Bühne – ein Leben für das Hamburger Theater

Eine Tagungsstätte mit Sitzenden, die einer Bühne zugewandt sind, auf der eine Diskussion zwischen Medienvertretern und Eigentümern stattfindet, mit einem großen Werbeplakat und einer Wand im Hintergrund.

Theaterdirektor Corny Littmann feiert 50 Jahre auf der Bühne - Corny Littmann feiert 50 Jahre Bühne – ein Leben für das Hamburger Theater

Corny Littmann, der bekannte Theaterregisseur, Schauspieler und Impresario, feiert am 13. Januar sein 50-jähriges Bühnenjubiläum. Seine Karriere umfasst Musicals, Revuen und langlaufende Produktionen, wobei er selbst oft die Rolle "gebrochener Charaktere" übernahm. 1952 in Münster geboren, zog er mit 15 nach Hamburg, wo er über Jahrzehnte hinweg die Kulturszene der Stadt prägte.

Littmanns Theaterlaufbahn begann 1976 mit der Mitgründung von Brühwarm, Deutschlands erster offen schwuler Theatergruppe. Sechs Jahre später gründete er gemeinsam mit Gunter Schmidt die Tourneegruppe Familie Schmidt, die mit der provokanten Show Deutsch, Ledig, Homosexuell auf sich aufmerksam machte.

1988 eröffneten Littmann und seine Partner das Schmidt Theater an Hamburgs Reeperbahn mit der Premiere von Sag "Bitte" und ich singe. Das Haus entwickelte sich zu einer festen Größe, gefolgt 1991 von Schmidts Tivoli, das für seinen derben Humor und opulente Shows bekannt wurde. Die Schmidt Mitternachtsshow, eine Mischung aus Varieté und Laienauftritten, erlangte in den frühen 1990er-Jahren durch Ausstrahlungen des Norddeutschen Rundfunks bundesweite Bekanntheit. 2015 erweiterte die Gruppe ihr Angebot mit dem Schmidtchen, einer kleineren, intimeren Bühne. Neben dem Theater engagierte sich Littmann von 2003 bis 2010 als Präsident des FC St. Pauli und setzt sich seit Langem als lautstarker Fürsprecher für LGBTQ+-Rechte ein.

Heute gelten die drei Spielstätten – Schmidt Theater, Schmidts Tivoli und Schmidtchen – als kulturelle Leitsterne am Hamburger Spielbudenplatz. Littmanns fünf Jahrzehnte im Theaterbusiness haben die Unterhaltungslandschaft der Stadt geprägt: eine Mischung aus Aktivismus, Innovation und zeitlosen Aufführungen.