DAK-Gesundheit verklagt Regierung wegen zu niedriger Mittel aus dem Gesundheitsfonds
Ehrentraud ZirmeDAK-Gesundheit verklagt Regierung wegen zu niedriger Mittel aus dem Gesundheitsfonds
DAK-Gesundheit verklagt Bundesregierung wegen unzureichender Mittel aus dem Gesundheitsfonds
Die DAK-Gesundheit geht rechtlich gegen die Bundesregierung vor – Grund sind die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds. Wie der Vorstandsvorsitzende Andreas Storm ankündigte, wird die Klage am Montag beim Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen eingereicht. Der Krankenversicherer wirft der Regierung vor, die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nicht ausreichend zu finanzieren.
In der Begründung heißt es, dass die zu niedrigen Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds die Kassen gezwungen hätten, die Beiträge zu erhöhen. Storm betont: Würde die GKV ihre vollen jährlichen Ansprüche in Höhe von 10 Milliarden Euro erhalten, könnten die Beiträge 2026 stabil bleiben. Ohne diese Mittel drohe jedoch eine Erhöhung um 0,5 Prozentpunkte – sowohl für Versicherte als auch für Arbeitgeber.
Die DAK-Gesundheit ist mit ihrer Klage nicht allein: Auch andere gesetzliche Krankenkassen stellen die Finanzentscheidungen der Regierung für 2026 infrage. Im Fokus steht dabei insbesondere die Forderung nach besserer finanzieller Unterstützung für Empfänger von Bürgergeld. Bisher wurde dem Fall noch keine Richterin oder kein Richter zugewiesen; mit dem Beginn der Verhandlung wird in den kommenden Wochen gerechnet.
Das Urteil könnte weitreichende Folgen haben – schließlich geht es um die Krankenkassenbeiträge von Millionen Menschen. Sollte die Klage erfolgreich sein, ließe sich die geplante Erhöhung um 0,5 Prozentpunkte für Arbeitnehmer und Arbeitgeber möglicherweise abwenden. Der Prozess wird zeigen, ob die Bundesregierung ihre Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung nachbessern muss.