Denkmalschutz reformieren: Flexibilität statt starre Regeln für mehr Wohnraum und Nachhaltigkeit
Eva-Maria TrübDenkmalschutz reformieren: Flexibilität statt starre Regeln für mehr Wohnraum und Nachhaltigkeit
Jan Höttges von der SG-Zukunftswahlallianz fordert einen flexibleren Umgang mit dem Denkmalschutz. Er argumentiert, dass die aktuellen Vorschriften oft Innovationen blockieren und moderne Herausforderungen wie Nachhaltigkeit oder Wohnungsmangel nicht ausreichend berücksichtigen. Seine Vorschläge zielen darauf ab, den Erhalt historischer Bausubstanz mit den Erfordernissen der Gegenwart in Einklang zu bringen.
Höttges plädiert für strengere Schutzmaßnahmen bei Gebäuden von besonderer historischer oder kultureller Bedeutung. Als Beispiel nennt er die Stadtkirche in Wald, die seiner Meinung nach uneingeschränkt erhalten bleiben muss. Gleichzeitig betont er, dass weniger bedeutende Objekte Spielraum für Veränderungen bieten sollten.
Am Beispiel der Villa in der Merscheider Straße verdeutlicht er die Schwierigkeiten, den Denkmalschutz mit zukünftigen Anforderungen abzuwägen. Das Schicksal des Gebäudes zeige, wie starrer Schutz mit praktischen Notwendigkeiten kollidieren kann – sei es bei Klimazielen oder der Wohnraumbewältigung.
Seine Lösung sieht ein gestuftes System vor: starken Schutz für unersetzliche Wahrzeichen, aber mehr Offenheit dort, wo Innovation oder Anpassung erforderlich sind. Dieser Ansatz, so Höttges, würde den Denkmalschutz dynamischer und wirksamer machen.
Er ist überzeugt, dass sein Plan zu einer Denkmalschutzpolitik führen würde, die „lebendig, widerstandsfähig und letztlich produktiv“ ist. Indem er Schlüsseldenkmäler priorisiert und gleichzeitig an anderen Stellen Flexibilität zulässt, will er Tradition und Fortschritt versöhnen. Die Vorschläge werden nun in den lokalen Planungs- und Denkmalschutzgremien diskutiert.






