24 May 2026, 04:23

DGB warnt: NRW vernachlässigt Bildung trotz Rekordhaushalt und riskiert Zukunft der Schüler

DGB fordert mehr Geld für Schulen in NRW trotz Rekordhaushalt

DGB fordert mehr Geld für Schulen in NRW trotz Rekordhaushalt - DGB warnt: NRW vernachlässigt Bildung trotz Rekordhaushalt und riskiert Zukunft der Schüler

DGB fordert NRW zu höherer Bildungsinvestition auf

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat Nordrhein-Westfalen (NRW) aufgefordert, die Ausgaben für Bildung deutlich zu erhöhen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass fast ein Drittel der Grundschüler im Ruhrgebiet die grundlegenden Standards in Deutsch und Mathematik nicht erfüllt, bevor sie auf weiterführende Schulen wechseln. Kritiker monieren, dass die Investitionen des Landes in Schulen trotz Rekordhaushalten im Vergleich zu anderen Bundesländern nach wie vor viel zu niedrig ausfallen.

Ein vom DGB NRW in Auftrag gegebener Bericht des Finanzexperten Torsten Windels kommt zu dem Schluss, dass die Bildungsausgaben in NRW nicht mit dem allgemeinen Haushaltswachstum Schritt gehalten haben. In den vergangenen zwölf Jahren lag die Investitionsquote des Landes bei nur 10,1 Prozent – deutlich unter den Werten Bayerns (16,2 Prozent) und Baden-Württembergs (15,4 Prozent). Windels warnte, dass ohne eine spürbare Steigerung der Mittel die bildungspolitischen Ziele der Landesregierung unerreichbar bleiben würden.

Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW, kritisierte die Selbstdarstellung des Landes als Vorreiter in der Bildungspolitik als realitätsfremd. Die Gewerkschaftsstudie von 2023 beziffert den öffentlichen Investitionsbedarf NRWs für die kommende Dekade auf rund 156 Milliarden Euro, um die Zukunft des Landes zu sichern. Windels schlug vor, die neuen finanziellen Spielräume des Bundes zu nutzen und zügig Mittel aus der milliardenschweren Sonderrücklage des Landes freizugeben.

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Die jüngsten Bildungsstudien aus dem Ruhrgebiet zeichnen ein düsteres Bild: Rund 33 Prozent der Grundschulkinder verfügen beim Übergang in die weiterführende Schule nicht über die notwendigen Kenntnisse in Deutsch und Mathematik. Bis zum Ende der zehnten Klasse erreichen 85 Prozent der Schüler nicht die geforderten Sprachstandards. Der DGB argumentiert, dass der Verweis auf den Rekordhaushalt von 43 Milliarden Euro für Schulen, Hochschulen und Kitas bis 2026 die tiefgreifende strukturelle Unterfinanzierung nur verschleiert.

Die Erkenntnisse des DGB verdeutlichen die anhaltende Kluft zwischen den Bildungsausgaben NRWs und den wachsenden Anforderungen. Angesichts der hohen Zahl an Schülern, die grundlegende Standards nicht erfüllen, wird der Ruf nach dringenden Investitionen immer lauter. Das Land steht nun unter Druck, Mittel umzuschichten und die langjährige Unterfinanzierung der Schulen zu beheben.

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