28 April 2026, 08:41

Die Toten Hosen erhalten historische Ehrenmitgliedschaft in Düsseldorf

Schwarzes und weißes Foto einer Gruppe von Menschen auf einer Bühne mit Musikinstrumenten, mit Stufen, die hinaufführen, und Skulpturen auf beiden Seiten, beschriftet mit "Lindenhof, Zittau, Deutschland".

Musikakademie ehrt Die Toten Hosen für Gedenkprojekt - Die Toten Hosen erhalten historische Ehrenmitgliedschaft in Düsseldorf

Die Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf verleiht der Punkband Die Toten Hosen die Ehrenmitgliedschaft. Mit der Auszeichnung wird ihre jahrzehntelange Zusammenarbeit mit dem Sinfonieorchester der Hochschule gewürdigt. Im Rahmen ihres gemeinsamen Projekts brachten sie Musik zur Aufführung, die während der NS-Zeit verboten war, und verbanden dabei klassische und Punk-Traditionen auf einzigartige Weise.

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2013 traten Die Toten Hosen gemeinsam mit klassischen Musikern der Hochschule bei drei Gedenkkonzerten auf. Aus diesen Auftritten entstand das Album Entartete Musik – Willkommen in Deutschland, das Live-Mitschnitte von Werken enthält, die einst in der NS-Ausstellung Entartete Musik von 1938 diffamiert wurden. Das Projekt unterstrich das Engagement der Band für künstlerische Freiheit und die Auseinandersetzung mit der Geschichte.

Sämtliche beteiligten Künstler spendeten ihre Gage für Stipendien und Studentenkonzerte in Düsseldorf. Die Hochschule bezeichnete die Kooperation als Vorbild für interdisziplinäre Zusammenarbeit, gesellschaftliche Verantwortung und schöpferischen Mut. Die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft findet am 13. November im Rahmen einer feierlichen Zeremonie statt.

Die Auszeichnung ist ein Novum: Zum ersten Mal ehrt die Hochschule damit eine Punkband. Das Projekt, das Genres verband, Bildung förderte und einst unterdrückte Musik bewahrte, wirkt bis heute nach – als Inspiration für Studierende und Musiker in Düsseldorf.

Quelle