Dortmunds Kaderumbruch: Abschied von Brandt und Süle, Can bleibt trotz Verletzung
Eva-Maria TrübDortmunds Kaderumbruch: Abschied von Brandt und Süle, Can bleibt trotz Verletzung
Borussia Dortmund bereitet sich auf große Kaderverschiebungen im Sommer vor. Der Verein wird die Verträge von Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan nicht verlängern, während Kapitän Emre Can trotz einer langwierigen Verletzung einen neuen Vertrag erhalten soll. Vorstandssprecher Carsten Cramer stellt diese Entscheidungen nicht als Rückschläge, sondern als Chancen dar.
Die bevorstehenden Abgänge von Brandt und Süle markieren eine deutliche Wende für das Team. Beide Spieler waren über Jahre prägende Figuren, ihr Weggang wird den Kern der Mannschaft verändern. Can, der sich derzeit von einem Kreuzbandriss erholt, bleibt hingegen ein zentraler Baustein für die Zukunftspläne des Clubs.
Kritiker werfen Dortmund oft vor, notwendige Personalentscheidungen zu lange hinauszuzögern. Unter Cramers Führung setzt der Verein nun jedoch auf Mut und Weitsicht. Bedenken wies er zurück und betonte, die Veränderungen würden Raum für neues Talent und frische taktische Ansätze schaffen.
In den letzten Jahren verfolgte der BVB eine Transferstrategie, die auf Nachhaltigkeit setzt. Seit 2020 erzielte der Club durch spektakuläre Verkäufe Erlöse von über 400 Millionen Euro – darunter der Wechsel von Jude Bellingham für 103 Millionen Euro zu Real Madrid und der Transfer von Erling Haaland für 60 Millionen Euro zu Manchester City. Diese Politik hielt die Nettoausgaben deutlich niedriger als bei Konkurrenten wie dem FC Bayern München oder Bayer Leverkusen. Auch andere Bundesligisten ziehen nach: RB Leipzig verkaufte Benjamin Šeško für 80 Millionen Euro an den FC Arsenal, und Bayern München wird Jamal Musiala 2025/26 für 120 Millionen Euro an Paris Saint-Germain abgeben.
Der anstehende Umbruch bedeutet, dass erfahrene Spieler den Verein verlassen, während Cans Vertragsverlängerung die Bestrebungen nach Kontinuität unterstreicht. Dortmunds finanzielle Ausrichtung – geprägt von kluge Verkäufen und der Förderung junger Talente – bleibt ein zentraler Pfeiler der langfristigen Strategie. Die Maßnahmen spiegeln sowohl Notwendigkeit als auch einen bewussten Neuanfang wider.






