31 December 2025, 06:59

Dortmunds Sporttraum platzt: Multifunktionshalle für BVB-Frauenhandball gestoppt

Drei Frauen auf einem Stadionboden, zwei in blauen und eine in weißer T-Shirts, die einen Ball werfen, mit Zuschauern in blauen T-Shirts auf den Tribünen darüber.

Dortmunds Sporttraum platzt: Multifunktionshalle für BVB-Frauenhandball gestoppt

Pläne für eine neue Multifunktions-Sporthalle in Dortmund auf Eis gelegt

Die Pläne für den Bau einer neuen Multifunktions-Sporthalle in Dortmund sind vorerst gestoppt worden. Die Anlage sollte vor allem dem Frauen-Handballteam von Borussia Dortmund dienen, scheiterte jedoch an Finanzierungs- und Genehmigungshürden. Sowohl Stadtvertreter als auch der Verein hatten das Projekt zuvor als wichtigen Impuls für den lokalen Sport unterstützt.

Die geplante Halle sollte auf dem Gelände des alten Phoenix-West-Hochofenwerks im Stadtteil Hörde entstehen. Das Design sah vor, das historische Schaltwarte-Gebäude 101 zu modernisieren und so moderne Sportinfrastruktur mit industriellem Erbe zu verbinden. Sowohl der ehemalige Oberbürgermeister Thomas Westphal als auch BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke hatten sich öffentlich für das Vorhaben ausgesprochen.

Doch das Projekt geriet ins Stocken, als klar wurde, dass die Mittel aus dem bundesweiten "Sportmilliarden"-Förderprogramm nicht genutzt werden können. Die Richtlinien sehen vor, dass die Gelder nur für Sanierungen, nicht jedoch für Neubauten verwendet werden dürfen. Ohne diese finanzielle Unterstützung kam der Prozess zum Stillstand. Borussia Dortmund hat seine Investitionen seit Langem vorrangig in die Spielerentwicklung statt in Infrastruktur gesteckt – eine Strategie, die wenig Spielraum für alternative Finanzierungslösungen ließ. Unterdessen verlagerte sich die Diskussion auf eine separate Handballarena in der Nähe des Dortmunder U, deren Fertigstellung für Ende 2029 geplant ist. Bisher gibt es jedoch keine verbindliche Vereinbarung zwischen dem Verein und der Stadt.

Die Blockade des Projekts bedeutet, dass das Frauen-Handballteam vorerst ohne eigene Trainingsstätte auskommen muss. Nun müssen Verein und Stadtverwaltung nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten suchen oder ihre Pläne anpassen. Bis eine Lösung gefunden ist, bleibt die Zukunft der Mannschaftsinfrastruktur ungewiss.