24 January 2026, 00:34

Duisburg gedenkt 81 Jahre nach Auschwitz mit bewegender Jugend-Aktion in der Salvator-Kirche

Ein Denkmal mit einem Kreuz darauf steht in einem Feld umgeben von Pflanzen und Blumen, mit Bäumen und Pfählen im Hintergrund, als Mahnmal für Holocaust-Opfer in Deutschland.

Duisburg gedenkt 81 Jahre nach Auschwitz mit bewegender Jugend-Aktion in der Salvator-Kirche

Ökumenische Gedenkfeier in Duisburg: 81 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz

Am 25. Januar 2025 findet um 16:00 Uhr in der Salvator-Kirche in Duisburg eine ökumenische Gedenkveranstaltung statt. Anlass ist der 81. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz – eine Feier zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Lokale Schulen, Kirchen und zivilgesellschaftliche Gruppen haben sich in diesem Jahr zusammengeschlossen, um die Erinnerung auf besondere Weise zu gestalten.

Die Veranstaltung wird von einem Bündnis aus Kirchen und Organisationen getragen, darunter die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Evangelische Kirchenkreis, die Katholische Stadtkirche Duisburg sowie das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage. Stadtdechant Pastor Andreas Brocke, Pastor Martin Winterberg und Pfarrerin Sarah Süselbeck werden Teile der Feier leiten.

Eine zentrale Rolle übernehmen Neuntklässler:innen des Landfermann-Gymnasiums, einer „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Sie inszenieren eine Gerichtsverhandlung nach dem Vorbild des Prozesses gegen den NS-Täter Johannes Kühnemann in den 1960er-Jahren. Durch diese Aufführung setzen sich die Jugendlichen mit der Frage auseinander: „Wie hätte ich Recht gesprochen?“ – und beleuchten dabei die Perspektiven von Opfern, Zeug:innen und Richter:innen. Pfarrerin Süselbeck lobte das Engagement der Schüler:innen als „nachdenklich und mutig“. In der Predigt werden zudem Themen wie Gerechtigkeit, Verantwortung und Wiedergutmachung aufgegriffen und mit aktuellen Herausforderungen verknüpft. Mitveranstalter ist auch die Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Duisburg, was die breite gesellschaftliche Unterstützung der Veranstaltung unterstreicht. Die Inszenierung soll zur Reflexion über historische Schuld und deren Bedeutung für die Gegenwart anregen.

Die Gedenkfeier verbindet Bildung, Glauben und zivilgesellschaftliches Handeln, um die Erinnerung wachzuhalten. Durch die Einbindung junger Menschen in die Prozessesimulation hoffen die Organisator:innen, das Verständnis für Gerechtigkeit und das Erbe des Holocaust zu vertiefen. Die Veranstaltung ist öffentlich – alle Interessierten sind eingeladen, an diesem Akt des Gedenkens teilzunehmen.