Duisburgs dunkles Geheimnis: NS-Verbrechen kurz vor Kriegsende 1945
Ehrentraud ZirmeDuisburgs dunkles Geheimnis: NS-Verbrechen kurz vor Kriegsende 1945
Ein wenig bekanntes Kapitel der Duisburger Geschichte wird in einem bevorstehenden Vortrag beleuchtet. Der Historiker Thorsten Fischer spricht über NS-Verbrechen, die in den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs in der Stadt begangen wurden. Die Veranstaltung findet am 8. März 2023 im Kultur- und Stadthistorischen Museum statt.
Am 21. März und 9. April 1945 ließ der Duisburger Polizeichef Franz Bauer 38 Menschen ohne vorherige Prozesse hinrichten. Die Opfer wurden in einem Massengrab auf dem Waldfriedhof beigesetzt, bevor die Alliierten die Stadt am 12. April 1945 befreiten.
Nach der Befreiung ordnete der amerikanische Stadtkommandant an, die Gräber als würdige Begräbnisstätte zu erhalten. Später wurden die sterblichen Überreste am König-Heinrich-Platz umgebettet. Solche Endphaseverbrechen – Verbrechen in der Endphase des Krieges – gab es zwar in vielen deutschen Städten, doch exakte Opferzahlen für die einzelnen Orte sind nicht überliefert. Besonders hohe Zahlen verzeichneten Berlin, Hamburg und Dresden inmitten des Chaos der Rückzüge.
Der Vortrag beginnt um 15 Uhr. Der Eintritt ist im Museumsticket enthalten, das für Erwachsene 4,50 Euro und für Kinder sowie Ermäßigte 2 Euro kostet.
Die Veranstaltung wirft Licht auf eine dunkle, oft vergessene Phase der Duisburger Vergangenheit. Die Teilnehmer erfahren Details über die Hinrichtungen und ihre Folgen. Ziel ist es, das Gedenken an die Opfer der letzten Kriegstage wachzuhalten.






