Duisburgs Gasverbrauch sinkt 2025 um 12 Prozent – trotz Kältewelle und steigendem Haushaltsbedarf
Ehrentraud ZirmeDuisburgs Gasverbrauch sinkt 2025 um 12 Prozent – trotz Kältewelle und steigendem Haushaltsbedarf
Duisburg verzeichnete 2025 einen deutlichen Rückgang beim Gasverbrauch
Trotz kälterer Witterung sank in Duisburg die Gasnachfrage im Jahr 2025 spürbar – und zwar stärker als in anderen deutschen Großstädten. Der Verbrauch ging um 12 Prozent zurück, obwohl Privathaushalte leicht mehr Gas als im Vorjahr verbrauchten.
Das von Netze Duisburg betriebene Gasnetz der Stadt umfasst rund 1.760 Kilometer und versorgt etwa 70.300 Zählpunkte. Insgesamt wurden 2025 rund 1,89 Terrawattstunden (TWh) Gas an die Verbraucher geliefert – fast genauso viel wie im Jahr zuvor.
Höherer Bedarf in Haushalten, Einsparungen in Industrie und Gewerbe Der Gasverbrauch privater Haushalte stieg um 5,8 Millionen Kilowattstunden (kWh), was unter anderem auf die 45 Frosttage im Jahr 2025 zurückzuführen ist – 2024 waren es nur 18 gewesen. Der Großteil des Gasverbrauchs entfällt auf die Heizperiode von Oktober bis April.
Gleichzeitig reduzierten gewerbliche und industrielle Kunden ihren Verbrauch um 13,4 Millionen kWh. Seit 2021 ist der Gasbedarf allein in Privathaushalten um etwa 468 Millionen kWh gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in seinem im Februar 2026 veröffentlichten Bericht darlegt, sind dafür vor allem die beschleunigte Elektrifizierung der Fernwärme und Effizienzsteigerungen in der Industrie verantwortlich.
Duisburgs Rückgang übertrifft andere Metropolen Mit einem Minus von 12 Prozent lag der Rückgang in Duisburg deutlich über den Werten von Berlin (-8 Prozent), Hamburg (-10 Prozent) und München (-9 Prozent). Die Entwicklung spiegelt sowohl wetterbedingte Schwankungen als auch langfristige Energiesparmaßnahmen wider. Besonders die Industrie- und Gewerbebetriebe trugen maßgeblich zur Senkung des Gesamtverbrauchs bei.






