28 December 2025, 08:53

Duisburgs neue Anlage produziert klimaneutrale Kraftstoffe für Luftfahrt und Industrie

Ein Gasballon schwebt am Himmel.

Duisburgs neue Anlage produziert klimaneutrale Kraftstoffe für Luftfahrt und Industrie

Neue Anlage für klimaneutrale Kraftstoffe in Duisburg eröffnet

In Duisburg hat offiziell eine neue Anlage zur Herstellung klimaneutraler Kraftstoffe ihren Betrieb aufgenommen. Die Greenlyte Carbon Technologies GmbH eröffnete am 20. November 2025 ihr LiquidSolar-SNG-Werk am Zentrum für Brennstoffzellentechnik der Universität Duisburg-Essen. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt in der Region auf dem Weg zu nachhaltigen Energielösungen.

Die Anlage ist das Ergebnis einer gemeinsamen Forschung der Universität Duisburg-Essen und der RWTH Aachen. Ihr innovatives Verfahren filtert CO₂ direkt aus der Luft und erzeugt gleichzeitig Wasserstoff. Aus diesen Komponenten werden synthetische Kraftstoffe hergestellt, die speziell für die Luftfahrt, Schifffahrt und die Schwerindustrie bestimmt sind.

Oberbürgermeister Thomas Kufen aus Essen nahm an der Eröffnung teil und betonte die Bedeutung des Projekts für die Energiewende der Stadt. Er hob die Rolle seines Wasserstoff- und Energiebeirats hervor, in dem lokale Unternehmen und Institutionen an sauberen Energielösungen arbeiten. Besonders lobte Kufen die Greenlyte GmbH und ihren Geschäftsführer Florian Hildebrand für ihre Führungsrolle in diesem Bereich. Das Vorhaben wird sowohl vom Land Nordrhein-Westfalen als auch von der Europäischen Union finanziell unterstützt. Hildebrand, der ebenfalls dem Beirat von Kufen angehört, leitete die Entwicklung der Anlage im Rahmen der übergeordneten Mission von Greenlyte, kohlenstoffneutrale Technologien voranzutreiben.

Die LiquidSolar-SNG-Anlage ist nun in Betrieb, und ihre synthetischen Kraftstoffe sollen Branchen unterstützen, die sich nur schwer elektrifizieren lassen. Das Projekt stärkt Duisburgs Position in der Erforschung nachhaltiger Energien und steht im Einklang mit den Klimazielen der Region und der EU. Weitere Entwicklungen hängen von der Leistung der Anlage und der fortlaufenden Förderung ab.