Düsseldorf stoppt Opern-Neubau für 1,8 Milliarden – Rostock kämpft mit Kostenexplosion
Eva-Maria TrübDüsseldorf stoppt Opern-Neubau für 1,8 Milliarden – Rostock kämpft mit Kostenexplosion
Tiefgreifende Veränderungen für Opernhäuser in Deutschland: Düsseldorf stoppt Milliardenneubau, Rostock kämpft mit steigenden Kosten
In deutschen Opernhäusern stehen weitreichende Umbrüche bevor. Düsseldorf hat die Pläne für ein neues Opernhaus mit Kosten von 1,8 Milliarden Euro verworfen, während Rostock mit explodierenden Ausgaben für sein Theaterprojekt konfrontiert ist. Beide Städte überdenken nun ihre kulturelle Infrastruktur.
Ursprünglich wollte Düsseldorf sein Nachkriegs-Opernhaus durch einen milliardenteuren Neubau des Architekturbüros Snøhetta ersetzen. Doch als die Kosten auf 1,8 Milliarden Euro anschwollen, strich die Stadt das Vorhaben. Das für 137 Millionen Euro erworbene Grundstück ist nun wieder in städtischem Besitz.
Stattdessen prüfen die Verantwortlichen eine Sanierung des bestehenden Opernhauses am Hofgarten. Die geschätzten Kosten für diese Variante liegen zwischen 400 und 500 Millionen Euro. Eine durchdachte Landschaftsgestaltung könnte das Gebäude optisch mit der Kunsthalle und der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen verbinden und so einen einheitlichen Kulturraum schaffen.
In Rostock wird das neue Theater des Büros Hascher Jehle derzeit auf 208 Millionen Euro veranschlagt – weitere Steigerungen gelten als wahrscheinlich. Das bestehende Volkstheater, ein Bau aus dem Jahr 1943, steht seit Kurzem unter Denkmalschutz. Damit scheiterte der Plan der CDU, es für Neubauten mit Wohnungen abzureißen.
Das Frankfurter Büro raumwerk schlägt vor, das Bonatz-Opernhaus in eine halbtransparente Hülle zu integrieren. Das Design würde zudem die Kapazität um 25 Prozent erhöhen.
Während Düsseldorf vom teuren Neubau zu einer zurückhaltenderen Modernisierung wechselt, ringt Rostock mit steigenden Kosten – gleichzeitig hat der Denkmalschutz das historische Volkstheater gerettet. Beide Städte müssen nun Modernisierung, Finanzierung und kulturelles Erbe in Einklang bringen.






