12 March 2026, 08:18

Düsseldorfs umstrittenes Drogenhilfezentrum in Oberbilk: Warum Anwohner protestieren

Eine Apotheke mit Glaswänden und -türen an einer Straßenecke, mit Plakaten an den Wänden und einer Straße unten.

Düsseldorfs umstrittenes Drogenhilfezentrum in Oberbilk: Warum Anwohner protestieren

Düsseldorf stellt Pläne für neues Drogenhilfezentrum in Oberbilk vor

An diesem Donnerstagabend wird Düsseldorf die Pläne für ein neues Drogenberatungs- und -hilfezentrum im Stadtteil Oberbilk vorstellen. Die Einrichtung ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Bekämpfung von Suchterkrankungen und zur Verbesserung der Sicherheit im Viertel. Doch die Wahl des Standorts stößt bereits jetzt auf Widerstand bei Anwohnern.

Das Projekt orientiert sich am Zürcher Modell, das Beratungsangebote mit ausgewiesenen Konsumzonen verbindet. Trotz wachsender Bedenken von nahegelegenen Schulen und Bürgerinitiativen zeigen sich Stadtvertreter überzeugt von dem Vorhaben.

Das Zentrum wird schrittweise in Betrieb genommen, wobei die ersten Dienstleistungen bereits ab diesem Sommer angeboten werden sollen. Dazu zählen Beratungsgespräche, grundlegende medizinische Versorgung und psychiatrische Unterstützung. Düsseldorf hat für dieses Jahr 3,3 Millionen Euro im Haushalt veranschlagt, um das Zürcher Modell in der Nähe des Hauptbahnhofs umzusetzen.

Die Kritik ist jedoch massiv – insbesondere vonseiten der "Bürgerinitiative Eisenstraße", die bereits über 2.200 Unterschriften gegen das Projekt gesammelt hat. Viele Anwohner und Schulen in der Umgebung befürchten, dass die Ansiedlung des Zentrums in einem Wohngebiet Risiken mit sich bringt. Die Stadt entgegnet, die Einrichtung werde den Drogenkonsum auf offener Straße verringern und dringend benötigte Hilfe für Suchtkranke bieten.

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Bei der Veranstaltung am Donnerstag werden Vertreter aus der Sozialberatung und der aufsuchenden Straßenarbeit anwesend sein. Sie wollen die Fragen der Bürger beantworten und erläutern, wie das Zentrum funktionieren soll. Trotz der Ablehnung in Teilen der Bevölkerung betonen die Verantwortlichen, dass das Konzept tragfähig sei – und verweisen auf die positiven Erfahrungen aus Zürich.

Trotz des lokalen Widerstands wird das Zentrum wie geplant umgesetzt. Die Angebote starten schrittweise, beginnend mit Beratung und medizinischer Betreuung. Die Stadtführung ist überzeugt, dass das Projekt die Straßen sicherer machen wird, auch wenn die Bedenken in der Bevölkerung weiterhin bestehen.

Quelle