Essen plant futuristischen Verwaltungscampus an der Bernestraße bis 2030
Eva-Maria TrübEssen plant futuristischen Verwaltungscampus an der Bernestraße bis 2030
Essen hat ein neues Design für seinen künftigen Verwaltungscampus an der Bernestraße ausgewählt. Eine Jury kürte den Siegervorschlag Mitte Februar – als Ersatz für ein früheres Projekt, das 2022 verworfen worden war. Der ausgewählte Entwurf stammt vom Münsteraner Büro PBA Peter Bastian Architekten.
Das ursprüngliche BürgerRatHaus-Projekt war vor zwei Jahren aufgrund explodierender Baukosten und der wirtschaftlichen Belastungen durch den Ukraine-Krieg aufgegeben worden. Die Stadtverwaltung schrieb daraufhin einen neuen Wettbewerb für eine nachhaltigere Lösung aus.
Das prämierte Konzept verbindet städtebauliche Strategien mit einer modernen Architekturvision. Der Campus entsteht in mehreren Bauabschnitten, wobei der erste Teil bis 2030 fertiggestellt werden soll. Zu den ersten Nutzern zählen das Polizeipräsidium I, Teile der Ordnungsbehörde sowie Essens Krisenmanagement-Stab.
Eine Ausstellung mit den drei finalen Entwürfen – darunter auch dem Siegerprojekt – ist derzeit im Foyer des Essener Rathauses zu sehen. Interessierte können sich die Pläne bis zum Ende der öffentlichen Präsentation anschauen.
Oberbürgermeister Thomas Kufen begrüßte die Entscheidung und bezeichnete den neuen Entwurf als einen "zukunftsweisenden Schritt" für die Stadtentwicklung. Der Campus bündelt Polizei und kommunale Dienstleistungen an einem Standort und markiert den Beginn einer umfassenderen Aufwertung des Viertels.
Die erste Phase des Verwaltungscampus soll bis 2030 abgeschlossen sein. Dann ziehen Polizei und zentrale Stadtverwaltungen in den Neubau ein, was die Dienstleistungen in einem zentralen Komplex zusammenführt. Das Projekt unterstreicht Essens Engagement, die Infrastruktur trotz früherer Rückschläge zu modernisieren.






