Evangelische Kirche in Rheinland-Pfalz kämpft um ihre finanzielle Zukunft
Eva-Maria TrübLandessynode diskutiert Millionen-Euro-Sparen bis 2030 - Evangelische Kirche in Rheinland-Pfalz kämpft um ihre finanzielle Zukunft
Die Evangelische Kirche in der Nähe hat ihre jährliche Landessynode in Bonn mit drängenden finanziellen Herausforderungen eröffnet. Am Freitag, dem 16. Januar 2026, präsentierte Präses Thorsten Latzel seinen Jahresbericht und wies dabei auf tiefe Sorgen hin: sinkende Mitgliederzahlen und steigende Kosten belasten die Kirche in der Rheinpfalz schwer. Nun stehen schwierige Entscheidungen an, um ihre Zukunft zu sichern.
Die Evangelische Kirche in der Rheinpfalz erstreckt sich über Teile von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland. Aktuell umfasst sie 34 Kirchenkreise mit 527 Gemeinden. Doch die Mitgliederzahlen gehen rasant zurück – jährlich verlassen etwa 70.000 Menschen die evangelische Kirche.
Gleichzeitig sinken die Einnahmen aus der Kirchensteuer, während die Ausgaben weiter steigen. Um gegenzusteuern, wird die Synode noch vor Ende der Tagung über einen Entwurf für einen Finanzplan abstimmen. Das Ziel: Bis 2030 sollen mindestens 33 Millionen Euro eingespart werden. Zudem will die Kirche ihre Abhängigkeit von der Kirchensteuer verringern. Trotz der angespannten finanziellen Lage strebt sie an, ihre Präsenz in den Gemeinden der Region aufrechtzuerhalten.
Die Beschlüsse der Synode werden die Finanzen der evangelischen Kirche in den kommenden Jahren prägen. Werden die Sparmaßnahmen verabschiedet, treten sie schrittweise bis 2030 in Kraft. Das Ergebnis wird zeigen, wie sich die Kirche an den Mitgliederschwund und den finanziellen Druck anpasst.