24 April 2026, 18:44

Evonik-Chef fordert radikale Reform des EU-Emissionshandels als "veraltet und schädlich"

Eine Balkendiagramm, das den prozentualen Anteil von Russlands natürlichem Gasverbrauch in Europa zeigt, mit Text, der die Investitionsprozentsätze angibt.

Evonik-Chef fordert Abschaffung des Emissionshandels - Evonik-Chef fordert radikale Reform des EU-Emissionshandels als "veraltet und schädlich"

Christian Kullmann, Vorstandsvorsitzender von Evonik, hat gefordert, das EU-Emissionshandelssystem entweder abzuschaffen oder grundlegend zu reformieren. Er bezeichnete das System als veraltet und schädlich für die europäische Industrie in der heutigen globalen Wirtschaft. Seine Kritik erstreckt sich auch auf den geplanten CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM).

Kullmann argumentierte, dass das bestehende Emissionshandelssystem europäische Unternehmen mittlerweile benachteilige. Seiner Ansicht nach haben sich die weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so verändert, dass die aktuellen Regeln nicht mehr funktionierten. Er warnte, das System schütze die Branchen nicht ausreichend, die mit internationalen Konkurrenten im Wettbewerb stünden.

Der Vorstandsvorsitzende wies den bevorstehenden CBAM als unzureichende Lösung zurück. Er bezeichnete ihn als "bürokratischen Trick", der keinen wirksamen Schutz biete. Trotz seiner deutlichen Kritik bleibt Evonik unter Kullmanns Führung eines der weltweit führenden Unternehmen bei der Reduzierung von Emissionen.

Seine Forderungen lauten entweder auf eine vollständige Abschaffung des EU-Handelssystems oder auf einen radikalen Neuanfang. Die Äußerungen spiegeln die wachsende Unzufriedenheit von Industrievertretern wider, die die Klimapolitik als unausgewogen und ineffektiv wahrnehmen.

Kullmanns Aussagen unterstreichen die Spannungen zwischen Klimaschutz und industrieller Wettbewerbsfähigkeit. Sowohl das EU-Emissionshandelssystem als auch der CBAM stehen zunehmend in der Kritik von Wirtschaftsführern. Die Positionierung Evoniks deutet darauf hin, dass die Debatte über diese Maßnahmen in den kommenden Monaten weiter an Schärfe gewinnen wird.

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