02 May 2026, 02:16

Ex-Berater von Merkel und Obama fordern Kehrtwende in der US-Außenpolitik

Karte der NATO-Erweiterung von 1949 bis heute, die die Mitgliedschaftsadditionen nach Jahren in verschiedenen Regionen zeigt.

Ex-Berater von Merkel und Obama fordern Kehrtwende in der US-Außenpolitik

Zwei ehemalige Berater von Angela Merkel und Barack Obama fordern eine Neuausrichtung der US-Außenpolitik. Christoph Heusgen und Philip Murphy argumentieren, dass Erfolge der Demokraten bei den Midterm-Wahlen 2022 dazu beitragen könnten, die transatlantischen Beziehungen wiederherzustellen. Ihre Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über Donald Trumps Haltung gegenüber Europa und internationalen Institutionen.

Heusgen und Murphy werfen Trump vor, Europa eher als Gegner denn als Verbündeten zu behandeln. Sie verweisen auf die angespannten Beziehungen zur NATO, wo der US-Präsident wiederholt die Bindung Amerikas an das Bündnis infrage gestellt habe. Beide warnen, dass einseitige Schritte Washingtons langjährige Partnerschaften gefährden könnten.

Das Duo kritisiert zudem Trumps Einfluss auf die Innenpolitik und wirft ihm vor, die Gewaltenteilung auszuhebeln. Als Anzeichen für eine Erosion demokratischer Standards in den USA nennen sie den Druck auf die Justiz sowie Versuche, den Kongress zu umgehen. Auch in der Handelspolitik sehen sie Probleme: Protektionistische Maßnahmen schadeten ihrer Meinung nach beiden Seiten des Atlantiks.

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Ein Sieg der Demokraten im Repräsentantenhaus und möglicherweise im Senat, so ihre Überzeugung, würde die Beziehungen neu justieren. Sie erwarten, dass ein künftiger demokratischer Präsident die NATO-Bindung bekräftigen und fairere Handelsabkommen mit der EU anstreben würde. Die Autoren schlagen zudem eine gemeinsame deutsch-amerikanische Initiative zur Reform des UN-Sicherheitsrats vor – ein notwendiger Schritt für eine moderne globale Governance.

Der Appell für demokratische Erfolge spiegelt eine breitere Unzufriedenheit mit Trumps außenpolitischem Kurs wider. Heusgens und Murphys Strategie setzt auf einen politischen Wandel in den USA, um die Zusammenarbeit zu beleben. Ihre Vorschläge umfassen stärkere Bündnisse, reformierte Institutionen und eine Rückkehr zu regelbasierter Diplomatie.

Quelle