04 February 2026, 18:44

Ex-OB-Kandidat Felsch wechselt von der Politik zur IHK Köln als Wirtschaftsstratege

Ein Plakat mit einem blauen Hintergrund und einer weißen Silhouette von Präsident Biden in der Mitte, umgeben von einem weißen Kreis mit der Schrift 'Infrastrukturaufbau unter Präsident Biden' in fetter schwarzer Schrift, und der Satz 'Investitionen in Amerika' in weißer Schrift darunter.

Ex-OB-Kandidat Felsch wechselt von der Politik zur IHK Köln als Wirtschaftsstratege

Alexander Felsch, ehemaliger Oberbürgermeisterkandidat von CDU und FDP für Bergisch Gladbach, übernimmt eine neue Position als Bereichsleiter für "Wirtschaft und Politik" bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Köln. Seine Berufung folgt auf eine knappe Niederlage in der Stichwahl um das Bürgermeisteramt 2025, bei der er dem SPD/Grünen-Kandidaten Marcel Kreutz mit nur 0,82 Prozentpunkten Rückstand unterlag. Felsch wird sein Amt Mitte März antreten und bringt mehr als ein Jahrzehnt politischer und wirtschaftlicher Expertise in die Kammer ein.

Der Karrierewechsel erfolgt nach seiner Niederlage bei der Oberbürgermeisterwahl im September 2025, als Marcel Kreutz mit 50,41 Prozent der Stimmen siegte. Statt sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen, stieg Felsch zügig in die Wirtschaftselite auf und wechselte im Februar 2026 als Leiter einer Schlüsselsparte zur IHK Köln.

In seiner neuen Rolle wird er auf seine umfangreiche Erfahrung in Wirtschafts- und Umweltpolitik zurückgreifen. Elf Jahre lang leitete er als Geschäftsführer den Bereich Wirtschaft und Umwelt beim Unternehmensverband unternehmer NRW. Zuvor beriet er die CDU-Landtagsfraktion im Düsseldorfer Landtag und stand dem heutigen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst in wirtschaftspolitischen Fragen zur Seite. Diese Stationen – kombiniert mit seinen tiefen regionalen Netzwerken – machen ihn zu einem starken Fürsprecher für die lokale Wirtschaft.

Bei der IHK Köln wird Felsch die Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg verantworten und direkt mit Unternehmen vor Ort zusammenarbeiten. Er betonte sein Engagement für bessere politische Rahmenbedingungen für die Wirtschaft – ein Anliegen, das er künftig von seinem neuen Schreibtisch aus vorantreiben will. Uwe Vetterlein, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln, lobte Felsch als "eine außerordentlich wertvolle Bereicherung" dank seines politischen Einflusses und seiner Fachkenntnisse in den Bereichen Industrie, Energie, Klima und Infrastruktur.

Felsch nannte seine Verbundenheit mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis und Leverkusen als entscheidenden Grund für die Annahme der Position. Zudem hob er die regionale Strahlkraft der IHK als wichtigen Anziehungspunkt hervor. Sein Wechsel von der Wahlkampfbühne in die Wirtschaftsvertretung markiert ein neues Kapitel in seiner Laufbahn – eines, das sowohl an seine Kandidatur als auch an seine frühere Arbeit in der Wirtschaftspolitik anknüpft.

Mit Felsch stärkt die IHK Köln ihre Führungskompetenz in wirtschaftlichen und politischen Belangen. Seine Erfahrungen in Landespolitik, Unternehmensvertretung und Regionalentwicklung werden seine Arbeit mit lokalen Betrieben prägen. Die Kammer erwartet, dass seine weitreichenden Kontakte und sein politisches Know-how Unternehmen im Rheinisch-Bergischen Kreis und darüber hinaus zugutekommen werden.