Ex-Rechtsextremist warnt Schüler vor AfD und Radikalisierung in Memmingen
Swantje WeinhageEx-Rechtsextremist warnt Schüler vor AfD und Radikalisierung in Memmingen
Axel Reitz, Autor von "Ich war der Hitler von Köln", sprach während eines Schulbesuchs offen über seine Vergangenheit in der rechtsextremen Szene. An der Fachober- und Berufsoberschule (FOS/BOS) Memmingen schilderte er, wie er als Jugendlicher in den Extremismus hineingezogen wurde, bevor er sich Jahre später daraus löste. Heute nutzt er seine Erfahrungen, um junge Menschen vor den Gefahren von Gruppen wie der AfD zu warnen.
In einem burgunderfarbenen Sakko und Pullover berichtete Reitz den Schülerinnen und Schülern schonungslos von seiner Zeit in der neonazistischen Bewegung. Er erklärte, wie er als junger Mann sowohl fasziniert als auch manipulativ in die extremistische Ideologie hineingezogen wurde. In seinem Buch beschreibt er diese Phase und seinen späteren Ausstieg aus der Szene.
Die Veranstaltung umfasste eine Lesung aus seinen Memoiren, gefolgt von einer Diskussion, in der die Jugendlichen direkte Fragen stellten. Reitz antwortete offen, betonte die Bedeutung kritischen Denkens und warnte vor den Risiken politischer Radikalisierung. Seine Mahnungen erstreckten sich auch auf moderne rechtsextreme Parteien und rief die Zuhörenden dazu auf, Manipulationsmuster zu erkennen.
Der Vortrag an der FOS/BOS Memmingen bot den Schülerinnen und Schülern einen authentischen Einblick in Extremismus und dessen Folgen. Reitz' Geschichte – von der Anwerbung bis zum Ausstieg – dient jungen Menschen als abschreckendes Beispiel. Schulen veranstalten weiterhin solche Formate, um das Bewusstsein für politische Extremismen zu schärfen und den Dialog darüber zu fördern.






