06 February 2026, 14:56

Extremtest im Teutoburger Wald: 70 Kilometer ohne Schlaf und unter Druck

Ein Mann in einem blauen Hemd läuft entschlossen auf einem Pfad durch den Wald, der wie ein Luftwaffen-Triathlet aussieht.

Extremtest im Teutoburger Wald: 70 Kilometer ohne Schlaf und unter Druck

Reservisten der Bundeswehr stellen sich einer extremen 70-Kilometer-Herausforderung im Teutoburger Wald

Beim "Durchbruch-Manöver" müssen die Teilnehmer an ihre physischen und psychischen Grenzen gehen – 36 Stunden ohne Schlaf, geprägt von extremen Belastungsproben. Die Übung gilt als einer der härtesten Tests für Reservisten der deutschen Streitkräfte.

Den Auftakt bildet ein anspruchsvoller Schwimmtest: Die Teilnehmer durchqueren den Dortmund-Ems-Kanal – ohne Neoprenanzug. Für die Sicherheit sorgt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die die Überquerung überwacht. Alle Teilnehmenden befinden sich in Topform, doch die Bedingungen sind unnachgiebig.

Im Anschluss müssen die Teams ein Biathlon absolvieren, sich durch dichtes Waldgelände bewegen – dabei gilt es, Drohnen zu umgehen – und simulierte Rettungseinsätze durchführen. Gefragt sind nicht nur körperliche Stärke, sondern auch taktisches Geschick, Teamgeist und schnelles Denken unter Druck.

Die Herausforderung steht Reservisten jeden Alters offen; einige der Teilnehmenden sind Ende 50 und beweisen, dass Ausdauer keine Frage des Lebensalters ist. Bis Samstagabend, 23 Uhr, müssen alle Teams die Strecke bewältigen und zum Stützpunkt zurückkehren. Die Organisatoren betonen, dass es hier um mehr geht als um reine Fitness: Getestet werden Motivation, Belastbarkeit und mentale Stärke.

Wer das Manöver erfolgreich besteht, wird am Sonntag in einer feierlichen Zeremonie ausgezeichnet.

Das "Durchbruch-Manöver" bleibt eine der anspruchsvollsten Prüfungen für Reservisten der Bundeswehr. Offizielle Teilnehmerzahlen der letzten fünf Jahre gibt es nicht – im Mittelpunkt stehen die Einzelnen, die sich unter extremsten Bedingungen durchkämpfen. Wer durchhält, hat bewiesen, dass er auch unter unerbittlichem Druck leistungsfähig bleibt.