04 April 2026, 04:19

Fachkräftemangel bei medizinischen Fachangestellten bricht überraschend ein

Schwarz-weißer Architekturplan des Rosenhof-Krankenhauses in Hamburg, Deutschland, mit detaillierten Grundrissen, beschrifteten Räumen, Fluren und ausführlicher Verdrahtung.

Fachkräftemangel bei medizinischen Fachangestellten bricht überraschend ein

Deutschlands Mangel an medizinischen Fachangestellten zeigt dramatische Wende

In den vergangenen Monaten hat sich der Fachkräftemangel bei Medizinischen Fachangestellten (MFA) überraschend stark entspannt. Bis zum dritten Quartal 2025 sank die Zahl der unbesetzten MFA-Stellen im Vergleich zu Juni um 88 Prozent. Diese Entwicklung kommt mitten in einer langjährigen Krise der ambulanten Versorgung, in der Unterfinanzierung und steigende Patientenzahlen viele Praxen jahrelang vor große Personalprobleme stellten.

Wie aus den jüngsten Zahlen hervorgeht, die am Montag in der Rheinischen Post veröffentlicht wurden, sind bundesweit nur noch 206 MFA-Stellen vakant. Das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber den ersten Monaten des Jahres, als der Personalmangel noch weitaus gravierender war. Die Daten stammen aus einer Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) am Institut der deutschen Wirtschaft.

Jahre lang hatte sich die Lage bei den Medizinischen Fachangestellten verschärft – besonders in der ambulanten Versorgung. Die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg hatte zuvor gewarnt, dass Unterfinanzierung und hohe Arbeitsbelastung viele MFA aus dem Beruf drängten. Zwar kämpfen auch andere Bereiche des Gesundheitswesens mit Personalengpässen – etwa bei Ärzten über 60 (von denen über 40 Prozent betroffen sind) oder in der psychiatrischen Pflege –, doch die MFA-Krise galt als besonders akut.

Die plötzliche Besserung im dritten Quartal 2025 steht im Kontrast zu den allgemeinen Trends auf dem deutschen Gesundheitsarbeitsmarkt. Zwar verringerte sich der bundesweite Fachkräftemangel von 263.000 auf 211.000 offene Stellen, doch nirgends war der Rückgang so markant wie im MFA-Bereich.

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Die 88-prozentige Reduzierung der unbesetzten MFA-Stellen deutet auf eine vorläufige Entlastung für die ambulanten Praxen hin. Dennoch bleibt der Sektor Teil einer übergeordneten Krise im Gesundheitswesen. Ob sich dieser Trend festigt oder ob tiefere strukturelle Probleme bestehen bleiben, muss in den kommenden Monaten genau beobachtet werden.

Quelle