Familie baut heimlich Fußballplatz im Garten – jetzt droht der Abriss
Ehrentraud ZirmeFamilie baut heimlich Fußballplatz im Garten – jetzt droht der Abriss
Eine Familie in Telgte hat sich ohne Baugenehmigung einen privaten Fußballplatz in ihrem Garten angelegt. Das 16 mal 8 Meter große Spielfeld – komplett mit Toren, Flutlicht und Vereinslogo – hat Beschwerden von Nachbarn ausgelöst. Nun müssen die lokalen Behörden entscheiden, ob der Platz bleiben darf.
Die Familie Salomon errichtete den Mini-Fußballplatz in ihrem Hinterhof für ihre Kinder. Mit zwei Toren, Netzen, Absperrungen mit dem Borussia-Dortmund-Logo und Flutlicht ist er zum regelmäßigen Spielbereich für die Kinder geworden. Allerdings holte die Familie vor dem Bau keine Genehmigung ein.
Nachbarn beschwerten sich über Lärmbelästigung durch die Spiele, woraufhin die Stadt Telgte Ermittlungen einleitete. Die Behörde stufte den Platz als unzulässig in einem reinen Wohngebiet ohne Bebauungsplan ein. Die lokale Verwaltung empfahl daraufhin, eine nachträgliche Genehmigung abzulehnen.
Der Kreis Warendorf wird voraussichtlich diesem Rat folgen und den Antrag ablehnen. Trotzdem hofft die Familie weiterhin auf einen Kompromiss, der es ihren Kindern ermöglichen würde, den Platz weiter zu nutzen.
Aus öffentlichen Unterlagen geht hervor, dass es in Telgte bisher keine vergleichbaren Fälle gab, in denen selbstgebaute Sporteinrichtungen in Wohngebieten ohne Genehmigung errichtet wurden. Unklar bleibt daher, wie die Angelegenheit gelöst werden könnte.
Die endgültige Entscheidung über die Zukunft des Platzes liegt beim Kreis Warendorf. Sollte der Antrag abgelehnt werden, müsste die Familie die Anlage möglicherweise zurückbauen oder umgestalten. Das Ergebnis könnte zudem Präzedenzfall für ähnliche Fälle in der Region werden.