Festnahme nach 32 Jahren: Mordverdächtiger in Koblenz geschnappt
Ladislaus DowergFestnahme nach 32 Jahren: Mordverdächtiger in Koblenz geschnappt
Ein 20-jähriger Mann wurde am 17. März 2026 in der Nähe von Koblenz festgenommen – nach Jahrzehnten auf der Flucht. Die Polizei bringt ihn mit dem ungelösten Mord an der US-Touristin Amy Lopez aus dem Jahr 1994 in Verbindung. Moderne DNA-Analysen führten schließlich zur Identifizierung des Verdächtigen, nachdem die Beweismittel 2024 erneut untersucht worden waren.
Der Fall hatte im September 2025 neue Aufmerksamkeit erhalten, als er in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY … ungelöst vorgestellt wurde.
Der entscheidende Durchbruch gelang, nachdem Forensiker alte Spuren mit aktualisierten DNA-Methoden neu auswerteten. Die Ergebnisse wiesen auf den Verdächtigen hin, der sich mehr als 30 Jahre der Justiz entzogen hatte.
Am Tag seiner Festnahme kontrollierten Beamte den Mann, nachdem er ohne Fahrkarte in einen Intercity-Express am Koblenzer Hauptbahnhof eingestiegen war. Bei der Befragung weigerte er sich zunächst, einen Ausweis vorzuzeigen. Eine Überprüfung seiner Personalien ergab daraufhin, dass er vom Koblenzer Kriminalkommissariat wegen des Mordes von 1994 gesucht wurde.
Nach der vorläufigen Festnahme legte der Mann einen Personalausweis vor. Er wurde in Gewahrsam genommen und den zuständigen Behörden übergeben. Die Ermittler hatten den Cold Case bereits 2024 wiederaufgenommen, was schließlich zum DNA-Abgleich führte, der seine Tatbeteiligung bestätigte.
Dem Verdächtigen wird nun Mord im Zusammenhang mit dem Tod von Amy Lopez vorgeworfen. Zudem muss er sich wegen des Vorwurfs der Beförderungserschleichung aus dem Zugvorfall verantworten.
Die Festnahme bringt die langjährigen Ermittlungen zum Mord an Lopez zum Abschluss. Die Behörden nutzten Fortschritte in der Forensik, um aus Jahrzehnte alten Spuren eine Übereinstimmung zu sichern. Der Verdächtige bleibt bis zum Abschluss des Verfahrens in Untersuchungshaft.






