24 June 2026, 16:14

Forschungsprojekt POTUS: Wie die 15-Minuten-Stadt den urbanen Güterverkehr verändert

Klimaschutz: Kann das 15-Minuten-Stadt-Konzept umgesetzt werden?

Forschungsprojekt POTUS: Wie die 15-Minuten-Stadt den urbanen Güterverkehr verändert

Ein neues Forschungsprojekt untersucht, wie das Konzept der „15-Minuten-Stadt“ den urbanen Güterverkehr revolutionieren könnte. Unter der Leitung der Bergischen Universität Wuppertal zielt die Studie darauf ab, das städtische Leben praktischer und umweltfreundlicher zu gestalten – indem Alltagsbedürfnisse zu Fuß oder mit dem Fahrrad schnell erreichbar sind. Die Initiative wird mit rund 1,4 Millionen Euro aus europäischen und nationalen Fördermitteln unterstützt.

Das Projekt POTUS (Planung optimierter Transport- und Logistikströme in Städten) konzentriert sich darauf, zu verstehen, wo und warum der Güterverkehr in Ballungsräumen besonders stark wächst. Die Forscher:innen analysieren, wie Merkmale einzelner Stadtviertel – etwa ein hoher Anteil junger Bewohner:innen – die Nachfrage nach Lieferdiensten beeinflussen. Zudem erforschen sie, wie sich Daten aus verschiedenen europäischen Ländern vergleichen und für eine bessere Verkehrsplanung nutzen lassen.

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Lücken in den amtlichen Statistiken erschweren derzeit zielgerichtete Verkehrskonzepte. Planer:innen sind daher oft auf aufwändige Befragungen angewiesen, wenn sie neue Lösungen entwickeln. Zum Projektteam gehören Partner aus Österreich, Schweden, Frankreich, Italien sowie deutschen Städten wie Düsseldorf und Wiesbaden.

Durch die Untersuchung lokaler Lieferketten und kurzer Wege möchte das Vorhaben Städten helfen, nachhaltigere Logistiksysteme zu gestalten. Langfristiges Ziel ist es, Werkzeuge für ein besseres urbanes Management bereitzustellen und die Umweltbelastung durch Lieferverkehre zu verringern.

Das Projekt wird mit 1,4 Millionen Euro aus dem Programm „Driving Urban Transitions“ und weiteren Fördergeldern finanziert. Die Ergebnisse könnten die städtische Entwicklung der Zukunft prägen, indem sie klarere Einblicke in die Anforderungen des Güterverkehrs liefern. Städte erhalten damit praktische Ansätze, um das „15-Minuten-Stadt“-Modell wirksam umzusetzen.

Quelle