Fortuna Düsseldorf kämpft um 1,7 Millionen Corona-Hilfe gegen NRW
Ehrentraud ZirmeStreit um Corona-Hilfe: Fortuna Düsseldorf prüft Ende - Fortuna Düsseldorf kämpft um 1,7 Millionen Corona-Hilfe gegen NRW
Fortuna Düsseldorf bleibt in Rechtsstreit mit NRW um 1,7 Millionen Euro Corona-Hilfe verstrickt
Der Fußballclub Fortuna Düsseldorf ringt weiterhin in einem juristischen Streit mit dem Land Nordrhein-Westfalen um die Rückforderung von 1,7 Millionen Euro an Corona-Hilfen. Im Kern geht es um die Frage, ob der Verein die während der Pandemie erhaltenen Gelder zurückzahlen muss. Das Land argumentiert, die finanziellen Verluste des Clubs seien nicht allein auf die Lockdown-Maßnahmen, sondern auch auf den Abstieg in die 2. Bundesliga zurückzuführen.
Im April 2025 hatte Fortuna zunächst einen Erfolg vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf errungen: Das Gericht entschied, dass das Land keinen Anspruch auf die Rückzahlung der Mittel habe. In der Begründung hieß es, die Vergabe der Hilfen sei uneinheitlich erfolgt. Zudem seien die Einnahmeausfälle des Vereins vor allem auf Spiele ohne Zuschauer zurückzuführen gewesen.
Das Oberverwaltungsgericht Münster schlug später vor, das Verfahren einzustellen, regte jedoch eine teilweise Rückzahlung auf Grundlage anderer rechtlicher Erwägungen an. Beide Seiten haben nun etwa vier Wochen Zeit, um eine außergerichtliche Einigung zu erzielen. Dafür müsste Fortuna Teile seiner Klage zurückziehen.
Das Land hatte zuvor geltend gemacht, die finanziellen Probleme des Clubs seien nicht ausschließlich auf die Pandemie, sondern auch auf den Abstieg 2020 in die zweite Liga zurückzuführen. Das Verwaltungsgericht deutete jedoch an, dass die Entscheidung der Vorinstanz selbst im Falle einer Berufung voraussichtlich Bestand hätte. Fortuna Düsseldorf warnte unterdessen, ohne Zugang zu den Geldern drohe dem Verein ein Wettbewerbsnachteil im Ligabetrieb.
Der Streit bleibt vorerst ungelöst, da das Urteil der ersten Instanz noch nicht rechtskräftig ist. Die 1,7 Millionen Euro bleiben für Fortuna Düsseldorf weiterhin blockiert, was die finanzielle Situation des Clubs verunsichert. Eine Einigung oder weitere juristische Schritte werden entscheiden, ob der Verein einen Teil der Hilfsgelder zurückzahlen muss.






