Frauen fordern mehr Sicherheit am Bahnhof Löhn – jetzt kommt die Umgestaltung
Eva-Maria TrübFrauen fordern mehr Sicherheit am Bahnhof Löhn – jetzt kommt die Umgestaltung
Frauen in Minden äußern Sicherheitsbedenken am Bahnhof Löhn – besonders nach Einbruch der Dunkelheit
Ein kürzlich durchgeführter Nightwalk hat die Forderungen nach besserer Beleuchtung der Wege und mehr Überwachungskameras in der Umgebung des Bahnhofs Löhn unterstrichen. Nun steht eine umfassende Umgestaltung des Bahnhofs an, um diese Sorgen auszuräumen und den Ort einladender zu gestalten.
Der Nightwalk, organisiert von Minden Gleichstellungsbeauftragten Marie Fischer, brachte Frauen aus der Nachbarschaft zusammen, um unsichere Bereiche zu identifizieren. Teilnehmerinnen wie Andrea Heimbruch berichteten, sich unwohl zu fühlen, wenn sie den Bahnhof nachts allein nutzen. Ihre Rückmeldungen spiegeln ein allgemeines Problem wider: Bahnhöfe werden von Frauen oft als bedrohlich empfunden, da offene Flächen und einsame Bahnsteige ein Gefühl der Verwundbarkeit verstärken.
Minden hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheitsbedenken anzugehen. 2024 führte die Stadt eine sogenannte Angstkarte ein, auf der 68 Orte verzeichnet sind, an denen sich Anwohner:innen unsicher fühlen – darunter schlecht beleuchtete Bereiche und Plätze, an denen sich Gruppen von Männern versammeln. Zudem können Bürger:innen über ein Online-Meldesystem auf gefährliche Zonen hinweisen.
Die geplante Neugestaltung des Bahnhofs Löhn soll den Ort zu einem lebendigen, zugänglichen Treffpunkt verwandeln. Geplant sind unter anderem eine neue Bibliothek und regelmäßige Veranstaltungen, um das Unbehagen zu verringern. Die Polizei betont zwar, dass die tatsächliche Kriminalität am Bahnhof gering sei – die meisten Vorfälle beträfen Fahrraddiebstähle –, doch die subjektive Unsicherheit bleibt groß. Der erste Spatenstich für das Projekt ist für den 20. Februar 2025 vorgesehen.
Ziel der Umgestaltung ist es, sowohl die Sicherheit als auch die Nutzung des Bahnhofs Löhn für die Gemeinschaft zu verbessern. Bessere Beleuchtung, Videoüberwachung und neue Angebote sollen die langjährigen Bedenken ausräumen. Die Bemühungen der Stadt zeigen, wie wichtig es ist, öffentliche Räume für alle sicherer und einladender zu gestalten.