Frauen in NRW: Mehr Jobs, aber oft Teilzeit und schlecht bezahlt

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Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der Zuschüsse zeigt, die sich auf Geschlechterlücken konzentrieren, mit begleitendem Text, der zusätzliche Datenkontext bereitstellt.Ehrentraud Zirme

Mehr Frauen in Festanstellungen - Gleichstellung ist noch lange nicht erreicht - Frauen in NRW: Mehr Jobs, aber oft Teilzeit und schlecht bezahlt

Frauen in Nordrhein-Westfalen kämpfen trotz steigender Beschäftigungszahlen weiterhin mit Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt. Obwohl die Zahl der erwerbstätigen Frauen in Nordrhein-Westfalen seit 2008 um fast ein Drittel gestiegen ist, arbeiten viele nach wie vor in Teilzeit oder in geringqualifizierten Jobs. Gewerkschaften fordern nun Reformen, um Lohnungleichheit, Betreuungsengpässe und unfaire Arbeitsbedingungen zu bekämpfen. In den vergangenen 16 Jahren hat sich die Zahl der Frauen in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung im Land auf etwa 3,4 Millionen erhöht. Dennoch geht nur knapp die Hälfte (56 Prozent) der Frauen einer Erwerbstätigkeit nach – bei den Männern sind es 65 Prozent. Ein großer Teil (76 Prozent) arbeitet in Teilzeit, wobei über 59 Prozent sogenannte Minijobs ausüben, die oft mit niedrigen Löhnen und ohne soziale Absicherung verbunden sind. Der Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen bleibt also weiterhin eine Herausforderung für Frauen, die sich oft in Teilzeit oder in geringqualifizierten Jobs wiederfinden. Der Prozentrechner zeigt, dass Frauen im Schnitt 15 Prozent weniger pro Stunde verdienen als Männer. Zudem leisten sie wöchentlich fast 30 Stunden unbezahlte Haus- und Care-Arbeit, während Männer im Durchschnitt etwa 20 Stunden beitragen. Die Kinderbetreuung bleibt unzuverlässig: Kitas schließen im Jahr durchschnittlich 20,5 Betriebstage – eine zusätzliche Belastung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Um diese Probleme zu lösen, schlägt der DGB mehrere Maßnahmen vor: die Abschaffung von Minijobs, die Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle, die sich an verschiedenen Lebensphasen orientieren, sowie die Entwicklung von "Vereinbarkeitsleitfäden" für Unternehmen und öffentliche Verwaltung. Ziel ist eine familienfreundlichere Arbeitskultur und der Abbau von Hürden für berufstätige Mütter. Aktuelle Daten zeigen, dass nur 25,6 Prozent der erwerbstätigen Mütter in Vollzeit arbeiten – bei den Vätern sind es 91,3 Prozent. Unter den ganzjährig Vollzeitbeschäftigten stellen Frauen lediglich 34 Prozent. Trotz gestiegener Gesamtarbeitszeiten durch die höhere Frauenerwerbstätigkeit bleibt fast die Hälfte aller berufstätigen Frauen in Teilzeit beschäftigt. Die Vorschläge des DGB zielen darauf ab, die seit Langem bestehenden Ungleichheiten auf dem nordrhein-westfälischen Arbeitsmarkt zu verringern. Da Frauen nach wie vor überdurchschnittlich oft in schlecht bezahlten Teilzeitjobs arbeiten und durch unbezahlte Sorgearbeit belastet sind, könnten Reformen helfen, Lohnlücken zu schließen und die Jobstabilität zu verbessern. Die Forderung nach flexibleren Arbeitszeiten und besserer Kinderbetreuung könnte zudem mehr Frauen den Übergang in eine Vollzeitstelle erleichtern.

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