Friedensnobelpreis 2025: María Corina Machado statt Donald Trump ausgezeichnet
Ehrentraud ZirmeFriedensnobelpreis 2025: María Corina Machado statt Donald Trump ausgezeichnet
Der Friedensnobelpreis 2025 geht an die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado. Die Entscheidung fiel trotz Forderungen einiger Persönlichkeiten, stattdessen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump auszuzeichnen. Die Debatte um die Nominierung hat die tiefen politischen Gräben in der öffentlichen Meinung deutlich gemacht.
Ulf Poschardt, ein bekennender Trump-Unterstützer, argumentierte, der ehemalige Präsident verdiene den Preis „wie kein anderer westlicher Politiker“. Er bezeichnete Trump als „brillanten Strategen und Machtpolitiker“, dessen Einfluss seiner Ansicht nach globale Anerkennung verdiene.
Jens Esser, der scheidende Vorstandsvorsitzende der Zeit Verlagsgruppe, widersprach vehement. Er schloss Trumps Chancen kategorisch aus und verwies auf dessen Handlungen und Charakter, die mit den Werten des Preises unvereinbar seien. Esser schlug stattdessen Aktivist:innen aus Myanmar, Hongkong, Belarus oder dem Iran als würdigere Kandidat:innen vor.
Die Jury entschied sich schließlich für Machado, eine prägende Figur des demokratischen Widerstands in Venezuela. Esser wird sein Amt Anfang 2026 an Nils von der Kall übergeben, der dann die Leitung der Zeit Verlagsgruppe übernehmen wird.
Der Friedensnobelpreis 2025 geht an Machado – nicht an Trump. Poschardts Lob für den Ex-Präsidenten steht im scharfen Kontrast zu Essers Kritik und spiegelt die breiteren Kontroversen über Trumps politisches Erbe wider. Die Entscheidung unterstreicht, dass das Komitee Menschenrechte und demokratische Kämpfe höher gewichtet als politische Polarisierung.






