Gefälschte Papiere und 11 Tonnen Überlast: Lkw-Fahrer in Bochum gestoppt
Ladislaus DowergGefälschte Papiere und 11 Tonnen Überlast: Lkw-Fahrer in Bochum gestoppt
VFL Bochum: Schwer überladener Lkw in Bochum gestoppt – Fahrer mit gefälschten Papieren
Ein extrem überladener Lastwagen wurde in Bochum von der Polizei angehalten, nachdem Beamte eine gefährliche Durchbiegung der Achsen bemerkt hatten. Das Fahrzeug, das Schotter geladen hatte, überschritt das zulässige Gesamtgewicht deutlich. Zudem stellte sich heraus, dass der Fahrer gefälschte Dokumente vorlegte, was zu weiteren Ermittlungen führte.
Am Montag, dem 23. Februar, gegen 10 Uhr morgens entdeckten Streifenbeamte in der Nähe der Dorstener Straße und der Riemker Straße den Lkw. Die Radläufen schrammten fast über den Boden, und das Fahrgestell hing auffällig tief. Bei der anschließenden Gewichtsprüfung zeigte die Waage 11,8 Tonnen an – mehr als vier Tonnen über der erlaubten Grenze von 7,49 Tonnen.
Der 60-jährige Fahrer, ein Bauarbeiter, übergab den Beamten einen polnischen Führerschein sowie eine Aufenthaltserlaubnis. Beide Dokumente erwiesen sich später als Fälschungen. Bei der Befragung gab er zu, die gefälschten Papiere genutzt zu haben, um sich als polnischer Staatsbürger auszugeben und in der EU arbeiten zu können. Tatsächlich besaß er lediglich einen georgischen Führerschein ohne EU-Gültigkeit.
Die Behörden leiteten daraufhin Ermittlungen wegen des Verdachts auf illegale Beschäftigung und weiterer Straftaten ein. Zwar gibt es keine zentrale EU-Datenbank, die gefälschte Führerscheine und Aufenthaltstitel für illegale Arbeit systematisch erfasst, doch Europol und nationale Behörden verzeichnen jährlich Tausende ähnlicher Fälle. Die Aufklärungsquote variiert stark, und das tatsächliche Ausmaß solcher Betrugsfälle dürfte höher liegen als offiziell dokumentiert.
Der Lkw wurde wegen der extremen Überladung beschlagnahmt, und dem Fahrer drohen nun Anklagen wegen Urkundenfälschung. Zudem wird seine Beschäftigungssituation genauer überprüft. Die Ermittlungen zu möglichen weiteren Betrugsfällen und illegalen Arbeitspraktiken laufen noch.






