Gelsenkirchens erste "Sicherer Hafen"-Schule setzt Maßstäbe im Kinderschutz
Ehrentraud ZirmeGelsenkirchens erste "Sicherer Hafen"-Schule setzt Maßstäbe im Kinderschutz
Gesamtschule Buer-Mitte in Gelsenkirchen wird am kommenden Samstag die erste offiziell zertifizierte "Sicherer Hafen"-Schule der Stadt. Das neue Kinderschutzprogramm schult Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darin, Anzeichen von Belastungen bei Schülerinnen und Schülern zu erkennen – etwa bei Mobbing oder ungewollten Annäherungen durch Fremde – und angemessen zu reagieren.
Die Schule startete das Projekt bereits Anfang dieses Jahres als Pilotvorhaben. Im Rahmen der Testphase arbeitete sie mit lokalen Unternehmen und Vereinen zusammen, um sogenannte "Sicherheitsinseln" einzurichten – Orte, an denen Kinder in Notfällen Hilfe finden können.
Die Initiative wird vom Gelsenkirchener KiJuTe-Programm unterstützt. Zwar ist die Gesamtschule Buer-Mitte die erste zertifizierte Einrichtung, doch weitere Schulen in der Stadt sollen bald folgen. Die Verantwortlichen hoffen, dass das Konzept langfristig als Vorbild für Schulen in ganz Deutschland dienen könnte.
Das Ziel ist klar: Schülerinnen und Schülern einen eindeutigen Anlaufpunkt zu bieten, wenn sie sich unsicher fühlen. Das Personal wird speziell darin geschult, Warnsignale zu erkennen und entsprechend zu handeln.
Aktuell ist die Gesamtschule Buer-Mitte noch die einzige zertifizierte "Sicherer Hafen"-Schule in Gelsenkirchen. Doch da sich weitere Schulen dem Programm anschließen wollen, wird der Aktionsradius bald wachsen. Die Initiative strebt ein Netzwerk vertrauenswürdiger Räume an, in denen Kinder in belastenden Situationen sofort Unterstützung erhalten.






