Gemeinsame Razzia deckt massive Arbeitsrechtsverstöße in Mönchengladbach auf
Swantje WeinhageGemeinsame Razzia deckt massive Arbeitsrechtsverstöße in Mönchengladbach auf
Gemeinsame Kontrollen von Zoll und Polizei decken Verstöße gegen Arbeitsrecht auf
Bei einer gemeinsamen Aktion des Hauptzollamts Krefeld und der Polizei Mönchengladbach wurden im Februar 2026 zahlreiche Verstöße gegen Arbeitsrecht aufgedeckt. Im Fokus der Überprüfungen standen gewerbliche Güter- und Personentransportunternehmen im Raum Mönchengladbach. Im Rahmen einer europaweiten Kontrollwelle wurden 26 Arbeitgeber und 32 Beschäftigte überprüft.
Die Operation fand am 9. Februar 2026 statt und war Teil der länderübergreifenden Initiative "ROADPOL". Deutschland beteiligte sich in jenem Jahr an mehreren Kontrollwochen, darunter Aktionen zu Lkw- und Busverkehr im Februar, Mai und November. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) Krefeld arbeitete dabei mit der örtlichen Polizei zusammen, um die Inspektionen durchzuführen.
Die Kontrollen förderten eine Reihe von Unregelmäßigkeiten zutage: In neun Fällen wurde der Verdacht auf Lohnvorenthaltung und Untreue geäußert. Zudem deckten die Ermittler drei mögliche Verstöße gegen den Mindestlohn sowie fünf Verdachtsfälle auf Sozialleistungsbetrug auf. Vier Arbeitgeber hatten zudem die vorgeschriebene Sofortmeldung von Beschäftigungsverhältnissen nicht vorgenommen, und in einem Fall wurde illegale Arbeitnehmerüberlassung festgestellt.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit in Mönchengladbach wird die Erkenntnisse nun weiter untersuchen.
Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Schwarzarbeit und Verstöße gegen Arbeitsrecht im deutschen Transportgewerbe zu bekämpfen. Weitere Ermittlungen sollen klären, ob Strafen oder juristische Konsequenzen folgen. Die Ergebnisse sind Teil der EU-weiten Kontrollen, die ROADPOL im Jahr 2026 koordinierte.






