Generation Z hadert mit Bus und Bahn – doch was wünscht sie sich wirklich?
Swantje WeinhageGeneration Z hadert mit Bus und Bahn – doch was wünscht sie sich wirklich?
Junge Erwachsene in Deutschland sind zunehmend frustriert vom öffentlichen Nahverkehr
Eine aktuelle Studie des ADAC zeigt: Nur jeder zehnte Befragte aus der Generation Z ist mit den aktuellen Verkehrsangeboten zufrieden. Dennoch nutzen fast 60 Prozent Busse und Bahnen mindestens wöchentlich, während fast die Hälfte für regelmäßige Fahrten auf das Auto setzt.
Die ADAC-Untersuchung identifiziert fünf zentrale Faktoren, die die Verkehrsmittelwahl der jungen Generation prägen: Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit, Kosten, Flexibilität und Komfort. Umweltaspekte landen dagegen weit hinten – auf Platz 12. Dennoch wünschen sich 53 Prozent der Befragten eine Wende hin zu nachhaltiger Mobilität, auch wenn nur 43 Prozent daran glauben, dass dies realistisch umsetzbar ist.
Mehr als die Hälfte der jungen Menschen – 61 Prozent – legt Wert auf eine Vielfalt an Verkehrsmitteln. Viele sind offen für innovative Lösungen: 44 Prozent befürworten autonome Fahrzeuge und digital vernetzte Mobilität, 43 Prozent unterstützen Mobilität-as-a-Service (MaaS), also Plattformen, die verschiedene Verkehrsmittel in einer App bündeln.
Unzuverlässige Zugverbindungen treiben vor allem junge Menschen vom öffentlichen Verkehr weg. Die Studie liefert zwar keine spezifischen Daten zu ländlichen Regionen wie dem Kreis Kleve, doch die allgemeine Tendenz deutet auf weitverbreitete Unzufriedenheit hin. Während Städte wie Bonn und Herne für 2026 bis 2030 urbane Seilbahnen planen, bleibt die Mobilität auf dem Land ein ungelöstes Problem.
Die Ergebnisse offenbaren eine klare Lücke zwischen den Wünschen der Generation Z und dem aktuellen Angebot. Bei geringer Zufriedenheit und hohem Bedarf an besseren Alternativen wächst der Druck, Zuverlässigkeit und Flexibilität zu verbessern. Ob durch neue Technologien oder optimierte Dienstleistungen – ein Wandel ist nötig, um den Erwartungen junger Erwachsener gerecht zu werden.






